Salzburg hat genug Wasser bis 2050 – doch Pools und Almwirtschaft erfordern Millionen-Investitionen

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Salzburg wird nach Einschätzung des Landes auch im Jahr 2050 über ausreichend Wasser verfügen. Selbst bei den ungünstigsten Prognosen würde in der am stärksten betroffenen Region höchstens die Hälfte der verfügbaren Wasserressourcen genutzt. Dennoch machen längere Trockenphasen und ein steigender Verbrauch Investitionen in die Wasserversorgung notwendig, wie Landesrat Maximilian Aigner (ÖVP) betonte.

Pools und höhergelegene Landwirtschaften als größte Herausforderung

Als die beiden größten Sorgenkinder in Sachen Wasser nannte man heuer private Pools und höhergelegene Landwirtschaften. Landesrat Aigner sagte, es müsse bestimmt mehr investiert werden. Woher das Geld für solche Investitionen komme, müssten allerdings die Wassergenossenschaften vor Ort entscheiden. Dominik Rosner, Leiter der Abteilung Wasser beim Land Salzburg, sieht eine zentrale Aufgabe darin, die zahlreichen Wassergenossenschaften stärker miteinander zu vernetzen.

Engpässe treten laut Rosner vor allem dann auf, wenn im Frühjahr viele private Pools gleichzeitig befüllt werden. Eine einzelne Poolfüllung entspricht ungefähr dem durchschnittlichen Jahresverbrauch einer Person. Wasserversorger versuchen seit Jahren, die Befüllung von Pools in ihren Gemeinden zu koordinieren, in der Praxis funktioniert das jedoch nur eingeschränkt. Das Land Salzburg selbst will sich in diese Entscheidungen nicht einmischen.

Neue Tränke auf der Schwarzeck Alm

Auf der Schwarzeck Alm in Unken im Pinzgau hat Klaus Vitzthum (ÖVP) in eine sogenannte Schwimmer-Tränke investiert. Vitzthum, der auch Obmann der Bezirksbauernkammer Zell am See ist, musste sich heuer erstmals keine Sorgen um die Wasserversorgung seiner Tiere machen. Die Tränke funktioniert nach dem Prinzip einer Klosettspülung: Es läuft nur so viel Wasser hinein, bis der Trog voll ist. Trinken die Tiere, wird automatisch Wasser nachgefüllt.

Die 15 Bauern der Schwarzeck Alm investierten insgesamt 80.000 Euro in das System, ein Teil davon wurde vom Land gefördert. Beim Land Salzburg heißt es, dass Landwirtinnen und Landwirte zuletzt vermehrt Förderungen für die Verbesserung ihrer Wasserversorgung nachgefragt hätten.

Wasserversorgung in alpinen Regionen

Grundsätzlich stellt die Wasserversorgung in höher gelegenen landwirtschaftlichen Gebieten besondere Anforderungen. Almen und Bergbauernhöfe sind häufig auf Quellen oder kleinere Speicherbecken angewiesen, deren Ergiebigkeit stark von Niederschlag und Schneeschmelze abhängt. Bei längeren Trockenperioden kann die Wassermenge in solchen dezentralen Systemen deutlich schwanken, während zentrale Versorgungsnetze in tiefer gelegenen Regionen meist auf größere und stabilere Ressourcen zurückgreifen können.

Technische Lösungen wie automatisierte Tränkesysteme sollen in solchen Fällen den Wasserverbrauch an den tatsächlichen Bedarf der Tiere anpassen und unnötigen Verlust vermeiden. Üblicherweise ergänzen Fördermittel der öffentlichen Hand Investitionen landwirtschaftlicher Betriebe, wenn diese ihre Wasserinfrastruktur modernisieren oder an veränderte klimatische Bedingungen anpassen. Wassergenossenschaften wiederum sind in vielen ländlichen Regionen Österreichs traditionell für die lokale Organisation der Trink- und Nutzwasserversorgung zuständig und arbeiten dabei oft eigenständig, aber in Abstimmung mit übergeordneten Landesstellen.