Wohnungsmarkt Salzburg: Mieten steigen, Fertigstellungen gehen zurück
Im Bundesland Salzburg sind die Mieten im Vergleich zum Vorjahr weiter gestiegen. Gleichzeitig sinkt die Zahl der fertiggestellten und geplanten Neubauten deutlich. Das zeigen Daten des Immobilienpreisspiegels der Wirtschaftskammer sowie der Baufertigstellungs-Datenbank der Statistik Austria.
Mietanstieg in der Stadt und im Land
In der Stadt Salzburg stiegen die Mieten für Wohnungen in normaler Lage von 2025 auf 2026 zwischen 2,4 und 4,9 Prozent. Bei neuwertigen Wohnungen über 50 Quadratmetern in normaler Lage lag die Kaltmiete bei 12,47 Euro pro Quadratmeter. In sehr guter Lage betrug die Mietsteigerung über fünf Prozent, die Kaltmiete lag dort zwischen 14,50 und 17 Euro pro Quadratmeter.
Auch in den Bezirken Flachgau und Tennengau stiegen die Mieten teils um fünf Prozent. Dort waren in normaler Lage zwischen neun und 10,60 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter zu bezahlen. Im Pinzgau lagen die Mieten in normaler Lage zwischen 8,90 und 10,30 Euro pro Quadratmeter.
Rückgang bei Fertigstellungen und Neubauprojekten
Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen im Bundesland Salzburg ist laut Statistik Austria von 4.388 im Jahr 2017 auf 3.370 im Jahr 2024 gesunken. Auch die Zahl der geplanten Neubauten geht zurück: Für 2026 waren noch 1.420 neue Wohnungen in der Pipeline, für 2027 sind es laut Neubaudatenbank noch 1.170, für 2028 knapp 800 Wohnungseinheiten.
Richard Oberndorfer, Branchensprecher der Immobilientreuhänder im Bundesland Salzburg und in ganz Österreich, erklärte: „Wir bauen in ganz Österreich derzeit leider um 20.000 Wohnungen zu wenig.“ Die hohe Nachfrage zeigt sich auch darin, dass sich auf ein einziges Inserat bei Maklern teils bis zu 50 Interessentinnen und Interessenten melden.
Einschnitt seit Herbst 2022
Günther Leitgöb, Sprecher der gewerblichen Bauträger im Bundesland Salzburg, nennt den Herbst 2022 als Wendepunkt für neu geplante gewerbliche Wohnbauprojekte. Als Gründe führt er die Folgen des Ukraine-Kriegs mit Energiekostensteigerungen sowie die Zinswende an. Auch die KIM-Verordnung, die 2022 in Kraft trat und mittlerweile außer Kraft getreten ist, spielt laut Leitgöb eine Rolle. Sie lebt in Form einer Empfehlung der Finanzmarktaufsicht an die Banken weiter.
Aktuell entfallen im Bundesland Salzburg knapp 18 Prozent des Wohnbaumarktes auf den gewerblichen Mietwohnbau. 43 Prozent sind gewerbliche Eigentumswohnungen, rund 30 Prozent gemeinnützige Mietwohnungen. Die Erhebung zur Zusammensetzung des Wohnbaumarktes wurde im Frühjahr durchgeführt.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








