Universität Salzburg nimmt Supercomputer in Betrieb
An der Universität Salzburg ist ein Supercomputer in Betrieb gegangen. Die Anlage befindet sich im Keller der Naturwissenschaftlichen Fakultät und hat rund vier Millionen Euro gekostet.
Die Rechenleistung entspricht jener von mehr als 5.000 leistungsstarken Laptops. Allein die Kühlung der Anlage erforderte eine Investition von knapp einer Million Euro. Der Supercomputer hat einen hohen Energiebedarf.
Einsatzgebiete in Forschung und Wissenschaft
Verantwortlich für die Anlage ist der Neurowissenschaftler Thomas Hartmann. Der Computer wird eingesetzt, um Prozesse und Modelle mehrfach mit verschiedenen Variablen zu berechnen. Zu den konkreten Anwendungen zählen Berechnungen zur Geschichte des Gletschers Pasterze sowie sprachwissenschaftliche Forschungen zur mittelhochdeutschen Sprache.
Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Neurowissenschaft: Forschende haben den Einfluss von Sprache auf das Gehirn an hundert Personen untersucht, wobei Tausende Gehirnfelder analysiert wurden. Mit herkömmlichen Rechenanlagen hätte diese Untersuchung sieben Jahre in Anspruch genommen. Mit dem Supercomputer dauerte die Berechnung 15 Stunden.
Weitere Kapazitäten verfügbar
Ein Teil der Rechenleistung ist derzeit noch nicht ausgelastet. Vizerektorin für Forschung Jutta Horejs-Höck ist in die Betreuung der Anlage eingebunden.








