Die Stadt Salzburg verteilt ab Montag, 14. September, 5.000 kostenlose Fahrscheine für die öffentlichen Verkehrsmittel. Hintergrund der Aktion ist die baustellenbedingte Sperre des Neutors, die Mitte September 2026 beginnt und mehrere Monate dauern soll. Die Gratistickets können in den städtischen Serviceeinrichtungen abgeholt werden und gelten jeweils einen Tag lang für die gesamte Stadt Salzburg.
Gratistickets und Ausgabestellen
Pro Person wird ein kostenloser Fahrschein ausgegeben. Die Tickets sind ab dem 14. September in drei städtischen Einrichtungen erhältlich: in der Stadtbibliothek, im Stadtservice im Schloss Mirabell sowie in der Bewohnerservicestelle in Salzburg-Lehen. Mit dem jeweiligen Fahrschein können die öffentlichen Verkehrsmittel innerhalb des Salzburger Stadtgebiets für einen Tag kostenlos genutzt werden.
Verantwortlich für die Aktion sind auf städtischer Seite Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ), Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl (KPÖ) und Verkehrsstadträtin Anna Schiester (Grüne).
Sperre des Neutors ab Mitte September
Auslöser für die Verteilung der Gratistickets ist eine Baustelle am Neutor. Die Durchfahrt wird ab Mitte September 2026 gesperrt, die Sperre soll mehrere Monate andauern. Der Fußgängertunnel neben dem Neutor bleibt während dieser Zeit passierbar, sodass Fußgänger die Engstelle weiterhin queren können.
Um die Auswirkungen der Sperre auf den öffentlichen Verkehr abzufedern, richtet der Salzburger Verkehrsverbund eine Verstärkerlinie mit der Bezeichnung 10E für Maxglan ein. Diese zusätzliche Linie soll während der Bauphase zur Verfügung stehen.
Verkehrssteuerung bei innerstädtischen Großbaustellen
Grundsätzlich stellen Sperren zentraler Verkehrsknoten wie des Neutors Städte regelmäßig vor die Aufgabe, den Verkehr während der Bauzeit auf Alternativrouten und andere Verkehrsmittel zu lenken. Verstärkerlinien im öffentlichen Nahverkehr gehören dabei zu den gängigen Instrumenten, um zusätzliche Kapazitäten dort bereitzustellen, wo private Fahrzeuge durch Sperren umgeleitet werden müssen oder Wartezeiten entstehen.
Kostenlose oder vergünstigte Fahrscheine werden bei vergleichbaren Bauvorhaben in verschiedenen Städten eingesetzt, um Anwohnerinnen und Anwohnern in der betroffenen Übergangsphase einen niedrigschwelligen Zugang zu Bus und Bahn zu ermöglichen. Üblicherweise sollen solche Angebote den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel erleichtern und die Verkehrsbelastung in der Bauphase verringern, wobei die tatsächliche Wirkung einzelner Aktionen im jeweiligen Einzelfall unterschiedlich ausfallen kann.







