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Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad suchen derzeit viele Menschen in Salzburg Abkühlung an kühlen Ausflugszielen. Besonders gefragt sind dabei die Eisriesenwelt in Werfen und das Salzbergwerk in Hallein, wo ganzjährig deutlich niedrigere Temperaturen herrschen als an der Oberfläche.
Kühle Höhlen als Zufluchtsort vor der Hitze
Die Eisriesenwelt in Werfen gilt als die weltweit größte Eishöhle. Im Inneren herrschen Temperaturen von knapp unter null Grad Celsius. Betriebsleiter Andreas Schmitzberger berichtet von einem verstärkten Zulauf während der aktuellen Hitzeperiode. Bei den Führungen werden die Besuchergruppen mit jeweils rund 30 Personen nach Sprachen aufgeteilt, angeboten werden die Führungen auf Deutsch und Englisch.
Auch das Salzbergwerk in Hallein verzeichnet derzeit vermehrten Andrang. Dort liegen die Temperaturen bei rund zehn Grad Celsius. Standortleiter Manfred Mader weist darauf hin, dass das Salzbergwerk normalerweise eher als Ausflugsziel bei schlechtem Wetter galt. Nach seiner Einschätzung zeichnet sich derzeit eine Veränderung im Besucherverhalten ab, da zunehmend auch bei sommerlichem Hochdruckwetter Gäste den Weg unter Tage suchen.
Warum unterirdische Gesteinsformationen kühl bleiben
Grundsätzlich sind Höhlen und Bergwerke von den Temperaturschwankungen an der Erdoberfläche weitgehend abgeschottet. Ab einer gewissen Tiefe gleicht sich die Temperatur im Gestein an den Jahresmittelwert der jeweiligen Region an und bleibt über das Jahr hinweg nahezu konstant. Während sommerliche Hitzewellen die Lufttemperatur an der Oberfläche stark ansteigen lassen, wirkt sich das im Untergrund kaum aus, da Fels und Eis Wärme nur sehr langsam leiten und speichern.
Bei Eishöhlen wie der Eisriesenwelt kommt hinzu, dass im Inneren durch besondere klimatische Bedingungen dauerhaft Eisformationen erhalten bleiben, obwohl es im Sommer draußen deutlich wärmer ist. Solche Höhlen funktionieren dadurch wie natürliche Kühlkammern, die unabhängig von der Außentemperatur ein weitgehend gleichbleibendes Klima bieten. Bergwerke wie jenes in Hallein liegen zwar in geringerer Tiefe und erreichen keine Minusgrade, doch auch dort sorgt das umgebende Gestein für spürbar niedrigere Temperaturen als draußen.
Für Besucherinnen und Besucher bedeutet das in der Praxis, dass ein Ausflug unter Tage bei sommerlicher Hitze eine deutliche Abkühlung verspricht. Gleichzeitig stellt der Temperaturunterschied besondere Anforderungen an die Kleidung, da es im Inneren der Höhlen und Bergwerke oft deutlich kühler ist als es die sommerlichen Temperaturen an der Oberfläche vermuten lassen.
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