Salzburger Archäologenteam entdeckt Bronzezeit-Goldschatz auf Ägina
Ein Archäologenteam aus Salzburg hat auf der griechischen Insel Ägina einen Schatzfund gemacht, zu dem auch Schmuckstücke aus Gold gehören. Der Goldschmuck stammt aus der Bronzezeit und ist außergewöhnlich gut erhalten.
Die Universität Salzburg forscht seit beinahe 60 Jahren auf Ägina. Die nun entdeckten Objekte wurden im September des vorangegangenen Jahres gefunden und befinden sich in der Obhut des griechischen Staates.
Schatzfund und wissenschaftliche Analyse
Der Fund des Schatzes wurde nach der Entdeckung zunächst bewusst geheim gehalten. Der Fachbereich für Altertumswissenschaften zeigt sich beim veröffentlichten Bildmaterial zum Fund zurückhaltend. Grabungsleiter Alexander Sokolicek nennt als Grund eine große Gefahr durch Grabräuber.
Laut Sokolicek habe es Grabräuberei immer schon gegeben und gebe es nach wie vor. Er verweist darauf, dass Gold Menschen anziehe, die man nicht unbedingt dabeihaben möchte. Der materielle Wert des Fundes ist noch unklar.
Die wissenschaftliche Analyse des Schatzes hat begonnen beziehungsweise steht nun an. Das Salzburger Forschungsteam ist überzeugt, dass der Schatz von Ägina viele Antworten auf noch offene Fragen liefern wird.
Fokus auf archäologische Zusammenhänge
Sokolicek betont, dass für das Archäologenteam Beziehungen und Zusammenhänge wichtiger seien als das Material der Funde. Für die Forschung sei entscheidend, was sich aus den Objekten über die Menschen ablesen lasse, nicht der materielle Wert.
Nach Abschluss der Grabung ist das Ausgrabungsteam an den Fachbereich für Altertumswissenschaften der Universität Salzburg zurückgekehrt. Gold und Edelsteine werden nach Angaben Sokoliceks weder auf der Insel Ägina noch in der unmittelbaren Umgebung gefunden, was für die weitere archäologische Auswertung von Bedeutung ist.








