Salzburgs Almbauern fordern höhere EU-Förderungen
Salzburgs Almbauern sprechen sich für eine Aufstockung der EU-Fördergelder aus. Als Begründung führen sie unter anderem Klimawandel, Hitze und Trockenheit an. In dieser Woche wird in Brüssel über agrarpolitische Fragen verhandelt, parallel dazu findet in Saalfelden eine internationale Almwirtschaftstagung statt.
Almauftriebsprämie im Fokus
Der Interessensverband Almwirtschaft Österreich fordert eine deutliche Erhöhung der Almauftriebsprämie. Derzeit erhalten Almbauern für den Auftrieb einer ausgewachsenen Kuh oder eines Schafs 100 Euro pro Jahr. Obmann Josef Obweger vertritt den Verband in dieser Forderung.
Die Höhe der Almauftriebsförderung wird nicht in Brüssel, sondern in Österreich festgelegt. Georg Juritsch vom Referat für Agrarwirtschaft beim Land Salzburg erläutert, dass der entsprechende Plan in Österreich gemeinschaftlich ausgearbeitet wird, wobei der Bund die maßgebliche Rolle übernimmt.
Struktur der EU-Agrarförderung
Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU umfasst zwei Bereiche: Direktzahlungen, die vollständig von der EU finanziert werden, sowie Förderungen für die ländliche Entwicklung, die gemeinsam von EU, Bund und Ländern getragen werden. Die Höhe der Direktzahlungen richtet sich nach der Almfläche, der Umwelt- und Klimafreundlichkeit der Bewirtschaftung sowie der Anzahl der aufgetriebenen Tiere. Förderungen für ländliche Entwicklung sind an Umweltkriterien geknüpft. Darüber hinaus können Almbauern Investitionsförderungen beantragen, etwa für die Renovierung von Almhütten, und es besteht ein Fördertopf mit Ausgleichszahlungen für besonders entlegene Gebiete.
Ein konkretes Beispiel liefert die Agrargemeinschaft Kammerling-Alm in Weißbach bei Lofer im Pinzgau: Sie erhält laut AMA-Transparenzdatenbank rund 6.200 Euro pro Jahr an EU-Fördergeldern. Zusätzlich fließen weitere EU-Fördermittel an die einzelnen Mitglieder der Gemeinschaft, der Almbauern aus Bayern und Salzburg angehören. Obmann ist Josef Volgger.
EU-Kommission setzt auf mehr nationale Entscheidungsfreiheit
Elisabeth Werner, Generaldirektorin für Landwirtschaft bei der EU-Kommission, erklärte, die Kommission ziehe sich bewusst aus einer detaillierten Regelung zurück. Die Nationalstaaten sollen künftig wieder mehr eigenständig entscheiden.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








