Salzburgs Gesundheitslandesrätin fordert: Bund muss Ärzteausbildung erneut reformieren
Dieses Thema Freunden empfehlen

Salzburg fordert Überarbeitung der Ärzteausbildung durch den Bund

Salzburgs Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) fordert vom Bund eine neuerliche Überarbeitung der Ärzteausbildung. Sie sieht Handlungsbedarf bei den Ausbildungsplätzen für junge Ärztinnen und Ärzte.

Gutschi bestätigt die Kritik der Ärztekammer, wonach es zu wenig Ausbildungsplätze gibt. Junge Medizinerinnen und Mediziner warten demnach nach dem Studienabschluss bis zu eineinhalb Jahre auf einen Arbeitsplatz.

Kritik an früherer Reform und aktuellem Ausbildungssystem

Als Grund für fehlende Ausbildungsplätze wird eine frühere Änderung in der Ärzte- und Ärztinnenausbildung genannt, die auf Bundesebene beschlossen wurde. Diese sei ohne Rücksicht auf die tatsächlichen Rahmenbedingungen in der Medizin erfolgt.

Im derzeitigen System muss vor Abschluss des Medizinstudiums ein klinisch praktisches Jahr absolviert werden. Nach dem Studium folgt eine neunmonatige Basisausbildung, für die laut Darstellung Ausbildungsplätze fehlen.

Es wird darauf verwiesen, dass es zu wenig fertig ausgebildete Medizinerinnen und Mediziner gibt, um diese Basisausbildung durchführen zu können. Gutschi erklärt dazu, sie glaube, der Fehler liege im System.

Vorschlag für Rückkehr zu einem ähnlichen System wie dem Turnus

Gutschi äußert die Ansicht, man könnte sich einiges ersparen und mehr Ausbildungsplätze anbieten, wenn man wieder zu einem ähnlichen System wie dem Turnus zurückkehren würde. Sie verweist dabei auf Einschätzungen von Expertinnen und Experten aus Krankenhäusern.

In den Salzburger Landeskliniken kommen derzeit auf 1.000 Medizinerinnen und Mediziner fast 95 Ausbildungsplätze. Aus Sicht der Landesgesundheitsreferentin ist dies zu wenig, um den Bedarf zu decken.

Forderungen an den Bund und Gesundheitsministerin Schumann

Gutschi fordert den Bund auf, die Ärzteausbildung neuerlich zu überarbeiten. Das Thema will sie bei der Konferenz der Landesgesundheitsreferenten am Freitag ansprechen.

Außerdem kündigt sie an, bei Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) eine Änderung der Ärzteausbildung einzufordern. Schumann wird als zuständige Ressortchefin auf Bundesebene genannt.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.