Schlafprobleme: Jeder Dritte betroffen – Mediziner und Experten zeigen Lösungswege
Schlafstörungen sind weit verbreitet: Etwa jede und jeder Dritte hat zumindest gelegentlich Probleme beim Schlafen. Das Spektrum reicht von Einschlafproblemen bis hin zu komplexen Störungsbildern – betroffen sind sowohl Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche.
Schlaflabor und Diagnose
Katharina Heidel, Projektmanagerin an der Johannes Kepler Universität, leidet selbst unter Einschlafproblemen, die ein bis zwei Stunden oder länger andauern können. Sie sucht deshalb Unterstützung bei Schlafmedizinern. Im Schlaflabor des Kepler Universitätsklinikums Linz werden Gehirn-, Augen- und Muskelaktivität gemessen sowie Einschlaf- und Aufwachzeiten erfasst, um ein individuelles Schlafprofil zu erstellen.
Andreas Kaindlstorfer, Neurologe am Kepler Universitätsklinikum Linz, nennt Leistungsdruck, aktuelle Ereignisse und Sorgen als typische Auslöser für Schlafstörungen. Insgesamt sind 90 verschiedene Schlafstörungen bekannt. Ein Drittel der Fälle hat körperliche Ursachen, ein weiteres Drittel psychische Ursachen, und ein Drittel gilt als angeeignete Schlaflosigkeit. Als normales Schlafpensum gelten etwa sechs bis zehn Stunden pro Nacht.
Empfehlungen für besseren Schlaf
Zu den gängigen Empfehlungen zählen regelmäßige Schlafenszeiten, das frühzeitige Ausschalten von Handy und Laptop, ausreichend Bewegung sowie eine gesunde Ernährung.
Workshops für Schülerinnen und Schüler
Sabina Reichsthaler und Judith Guserl vom Bildungsinstitut Kopfgarten zeigen an der HLW Bad Ischl, geleitet von Direktor Rainer Posch, Wege zu besserem Schlaf auf. In den Workshops werden Stress- und Emotionsmanagement vermittelt. Reichsthaler, Geschäftsführerin von Kopfgarten, berichtet, dass bei Abfragen 85 bis 90 Prozent der Kinder Schlafprobleme angeben. Zu den Teilnehmenden gehört unter anderem Nina Gruber, Schülerin aus Spital am Pyhrn.






