Schneefall gegen Flammen: Ausgiebige Löscharbeiten bei historischem Waldbrand im Lesachtal
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Waldbrand im Lesachtal: Schnee erschwert Ausbreitung, Glutnester weiter im Fokus

Im Lesachtal im Bezirk Hermagor brennt weiterhin ein Waldgebiet. Für das Feuer wurde zum Veröffentlichungszeitpunkt kein „Brand aus“ gegeben.

Der laufende Einsatz konzentriert sich vor allem auf das Aufspüren und Löschen von Glutnestern im Boden. Der Waldbrand wird als der größte Waldbrand seit Jahrzehnten in Kärnten beschrieben.

Schneefall auf Brandfläche

Auf der Simonhöhe, in Bad Bleiberg und im Lesachtal gab es Niederschläge, die am Freitagfrüh in Form von Schnee fielen. Im Lesachtal legte sich eine dünne Schneedecke auf etwa 110 Hektar aschebedeckten Boden.

Am Xaveriberg wurden in den drei Tagen vor der Berichterstattung rund 25 Liter Niederschlag gemessen. In diesem Zusammenhang gilt Schnee als günstig, weil das Wasser laut Darstellung langsam in den Boden eindringt. Für das Löschen der Glutnester ist es demnach wichtig, dass Wasser in den Boden eindringt.

Glutnester bis zu 70 Zentimeter tief

Laut Feuerwehr können Glutnester in dem Gebiet bis zu etwa 70 Zentimeter tief im Boden liegen. Flüssigkeit erreicht diese Tiefe auch bei Starkregen nicht schnell.

Die Feuerwehr setzt zur Kontrolle der Brandstelle Drohnen ein. Nach dem Schmelzen des Schnees sollen die Hänge und Gräben mit Drohnen erneut auf verdächtige Wärme kontrolliert werden.

Aufwändige Löscharbeiten im Gelände

Die Einsatzkräfte arbeiten Glutnester gezielt im Boden heraus. Die Feuerwehrleute graben dazu den losen Boden mit einer Feldhacke auf, um Glutnester freizulegen. Ein zweiter Feuerwehrmann löscht die freigelegten Glutnester mit Wasser aus einem Wasserrucksack. Es genügt laut Darstellung bereits wenig Wasser, wenn es richtig angewendet wird.

Mögliche Einstufung als größter Waldbrand

Der Bezirksfeuerwehrkommandant von Hermagor, Herbert Zimmermann, erklärte, dass derzeit kein „Brand aus“ gegeben werde. Er rechnet damit, dass in zwei bis drei Tagen Klarheit über die Einstufung des Brandes als größten Waldbrand der Geschichte Kärntens besteht.

Nach dieser Klärung soll mit dem Wiederaufforsten begonnen werden. Der Bericht wurde am 15. Mai 2026 gegen 11.55 Uhr veröffentlicht.