Schulstart in Niederösterreich: Preise für Schulsachen um bis zu 21 Prozent gestiegen

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Zum Schulstart haben viele Familien in Niederösterreich tief in die Tasche gegriffen: In der letzten Ferienwoche herrschte in der St. Pöltner Innenstadt Hochbetrieb beim Einkauf von Schulsachen. Laut einer Preiserhebung der Arbeiterkammer Niederösterreich sind die Preise für Schulartikel in den Handelsketten im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 bis 21,2 Prozent gestiegen. Im Fachhandel fiel der Anstieg mit bis zu 2,4 Prozent moderater aus.

Deutliche Preisunterschiede bei Schulartikeln

Die Arbeiterkammer Niederösterreich hat im Vorfeld des Schulstarts erneut die Preise für gängige Schulsachen erhoben. Dabei zeigten sich teils erhebliche Unterschiede zwischen den Anbietern. Eine bereits befüllte Schultasche kann demnach zwischen 80 und mehr als 200 Euro kosten. Auch bei einzelnen Artikeln gibt es Preisspannen: Ein Deckfarbkasten wird zwischen sieben und 13 Euro angeboten, ein Set Wachsmalstifte kostet zwischen acht und elf Euro.

Die Erhebung der Arbeiterkammer macht deutlich, dass sich ein Preisvergleich vor dem Einkauf lohnen kann, da die Kosten für vergleichbare Produkte je nach Handelskette oder Fachgeschäft spürbar variieren.

Unterstützung für einkommensschwache Familien

Um Familien mit geringem Einkommen beim Schulstart zu entlasten, haben die Soogut-Märkte an allen Standorten in Niederösterreich, Tirol und dem Burgenland neuwertige Sachspenden gesammelt. Mit diesen Spenden konnten rund 390 Schulkinder mit neuen Schulsachen ausgestattet werden.

Auch die Caritas St. Pölten bietet Unterstützung an. In den Carla-Shops der Caritas werden gespendete Schulsachen zu einem günstigeren Preis abgegeben. Darüber hinaus kann die Caritas Familien bei der Übernahme von Schul- oder Bildungskosten helfen. Wer Unterstützung benötigt, kann sich an die Sozialberatung der Caritas wenden, die online, telefonisch oder direkt vor Ort verfügbar ist.

Steigende Kosten als jährliche Herausforderung

Der Schulstart stellt für viele Familien grundsätzlich eine wiederkehrende finanzielle Belastung dar. Neben Schultaschen, Heften und Stiften fallen häufig weitere Ausgaben an, etwa für Bekleidung, Sportartikel oder digitale Endgeräte, die in einzelnen Schulstufen mittlerweile vorausgesetzt werden. Gerade bei mehreren schulpflichtigen Kindern in einem Haushalt summieren sich die Anschaffungskosten rasch.

Sozialorganisationen wie die Caritas verweisen in diesem Zusammenhang regelmäßig darauf, dass niedrigschwellige Beratungsangebote helfen können, finanzielle Engpässe frühzeitig zu erkennen und gezielt Unterstützung zu vermitteln. Sachspendenaktionen, wie sie etwa von Second-Hand-Einrichtungen organisiert werden, tragen dazu bei, gebrauchte oder überschüssige Schulmaterialien weiterzugeben und so Kosten für einkommensschwache Familien zu senken. Solche Initiativen ersetzen zwar keine strukturellen Lösungen, können aber im Einzelfall spürbar entlasten.