Schweinebauer aus Naarn schlägt Alarm: Pflanzen stellen Wachstum wegen Trockenheit ein

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Ein Landwirt aus dem Bezirk Perg berichtet von einer außergewöhnlichen Trockenheit auf seinen Feldern. Andreas Kastner, Schweinebauer aus Naarn, war Gast in der ORF-OÖ-Interviewreihe „Auf ein Wort“ und schilderte dort die Auswirkungen der anhaltenden Hitze und des ausbleibenden Regens auf seine Wiesen und Felder. Das Wachstum der Pflanzen habe dort zum Teil bereits eingestellt.

Wachstumsstopp auf den Feldern in Naarn

Kastner beschreibt die Situation in diesem Jahr als beispiellos: „So ein Jahr wie heuer haben wir noch nie gehabt“, sagte er in dem Interview. Der Regen der vergangenen Tage reiche nach seiner Einschätzung nicht aus, um die Trockenheit der vergangenen Monate auszugleichen. Statt kurzer, heftiger Niederschläge wünscht sich Kastner einen langsamen Regen, der über eine ganze Woche verteilt fällt, damit der Boden das Wasser aufnehmen kann.

Konkrete Folgen zeigen sich bereits beim Futtermais: Der Preis dafür steigt nach Angaben Kastners. Er leitet seit 25 Jahren in seiner Region den Arbeitskreis Boden.Wasser.Schutz, in dem sich Landwirte über schonende Bodenbearbeitung austauschen. Aus dieser langjährigen Erfahrung zieht er auch einen Vergleich zur Vergangenheit: Vor 30 Jahren hätten nach einem Gewitter auf den Feldern in Naarn tagelang regelrechte Seen gestanden. Heute könnten die Böden dagegen deutlich mehr Wasser speichern.

Bodenbearbeitung als langfristige Anpassung

Der Umgang mit Böden hat sich in der Landwirtschaft über Jahrzehnte verändert. Grundsätzlich zielen viele der heute gebräuchlichen Methoden schonender Bodenbearbeitung darauf ab, die Struktur des Bodens zu erhalten und dessen Fähigkeit zu verbessern, Wasser aufzunehmen und zu speichern. Dazu zählen etwa Verfahren, die den Boden weniger stark wenden oder verdichten, sowie eine gezielte Begrünung von Flächen außerhalb der eigentlichen Anbauzeiten. Ziel ist es, sowohl bei Starkregen als auch in Trockenperioden eine gewisse Pufferwirkung im Boden zu erzielen.

Arbeitskreise wie jener, den Kastner leitet, dienen in der Praxis dem fachlichen Austausch zwischen Landwirten vor Ort. Dort werden üblicherweise Erfahrungen zu Bodenbearbeitung, Bewässerung und Anbaumethoden weitergegeben, oft über mehrere Betriebe und Generationen hinweg. Solche regionalen Netzwerke gelten in der Landwirtschaft als eine Möglichkeit, auf sich ändernde klimatische Bedingungen zu reagieren, ohne dass jeder Betrieb einzeln neue Verfahren entwickeln muss.

Trockenheit und Marktpreise

Preisschwankungen bei landwirtschaftlichen Produkten hängen grundsätzlich von mehreren Faktoren ab, darunter Erntemengen, Nachfrage und Lagerbestände. Fällt die Ernte einer Kultur wegen Trockenheit geringer aus, kann sich das auf die Preise für Futtermittel und in der Folge auch auf andere Bereiche der Landwirtschaft auswirken, etwa auf die Tierhaltung. Solche Zusammenhänge sind in der Agrarwirtschaft grundsätzlich bekannt, lassen sich aber nicht ohne Weiteres auf einzelne Betriebe oder Regionen übertragen, ohne die jeweiligen lokalen Gegebenheiten zu berücksichtigen.