Südtiroler Umweltschützer unterstützen Protest gegen Fernpass-Ausbau – Sorge vor neuer Transitroute
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Protest gegen Fernpass-Ausbau: Südtiroler Umweltorganisationen solidarisieren sich

Am Samstag wollen Umweltinitiativen gegen den geplanten Ausbau am Fernpass protestieren. Auch aus Südtirol kommt Unterstützung: Die Umweltgruppe Vinschgau schickt eine Delegation zum Protest.

Der Fernpass gilt nach dem Brenner als meistbefahrene Transitroute. Für die Strecke ist ein Scheiteltunnel mit einem Kostenvolumen von 600 Millionen Euro geplant. Zusätzlich soll der Lermooser Tunnel ausgebaut werden.

Südtiroler Umweltorganisationen beteiligen sich

Peter Gasser vom Südtiroler Dachverband für Natur und Umweltschutz sowie Madeleine Rohrer, Landtagsabgeordnete der Südtiroler Grünen, beteiligen sich an dem Protest. Die Grünen sehen in den Bauvorhaben ein Indiz für eine neue Transitverbindung durch die Alpen entlang der Achse Fernpass–Reschenpass–Vinschgau.

Millioneninvestitionen im Vinschgau

Im Südtiroler Vinschgau wurden und werden erhebliche Summen in den Straßenausbau investiert. Die Umfahrung Kastelbell wurde kürzlich eröffnet und kostete 130 Millionen Euro. In die Umfahrung Rabland fließen weitere 75 Millionen Euro. Die Kanzelgalerie der Reschenstraße wird um 40 Millionen Euro saniert. In Rabland werden täglich bis zu 17.000 Fahrzeuge gezählt.

Die Umweltgruppe Vinschgau und der Südtiroler Dachverband für Natur und Umweltschutz befürchten, dass die Ausbauprojekte die Route Fernpass–Reschenpass–Vinschgau für den Transitverkehr attraktiver machen könnten.