Am Klinikum Villach ist der „Tag der Wunde“ veranstaltet worden. Bei dem interdisziplinären Kongress tauschten sich Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen über neue Entwicklungen im Wundmanagement aus. Im Mittelpunkt standen moderne Behandlungsmethoden und neue Verbandstoffe.
Austausch über aktuelle Behandlungsmethoden in Villach
Organisiert wurde die Veranstaltung am Klinikum Villach, das damit eine Plattform für den fachlichen Austausch zum Thema Wundversorgung schuf. Fachleute aus unterschiedlichen medizinischen Bereichen informierten sich gegenseitig über aktuelle Entwicklungen und diskutierten neue Verbandstoffe sowie Behandlungsansätze.
Melanie Eder-Failla, Oberärztin und ausgebildete Wundmanagerin am Klinikum Villach, betonte im Rahmen des Kongresses die Bedeutung einer individuell abgestimmten Wundversorgung. Entscheidend sei dabei unter anderem, ob bei einer Wunde viel oder wenig Wundsekret vorhanden ist. Je nach Befund kämen unterschiedliche Materialien zum Einsatz: Gele dienten der Befeuchtung, während bestimmte Verbandstoffe Feuchtigkeit entziehen.
Eder-Failla hob zudem hervor, dass die Information von Pflegepersonal sowie von Ärztinnen und Ärzten über neue Entwicklungen in diesem Bereich wichtig sei. Veranstaltungen wie der „Tag der Wunde“ dienten diesem Wissenstransfer zwischen den Fachkräften.
Fortschritte in der Wundversorgung
Die Wissenschaft im Bereich der Wundversorgung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich weiterentwickelt. Grundsätzlich gilt in der modernen Wundbehandlung das Prinzip der feuchten Wundheilung, bei dem ein für die Heilung günstiges Milieu im Wundbereich angestrebt wird. Je nach Art und Zustand einer Wunde kommen dabei unterschiedliche Produkte zum Einsatz, die entweder zusätzliche Feuchtigkeit zuführen oder überschüssiges Sekret aufnehmen.
Verbandstoffe und Schaumstoffe werden in diesem Bereich fortlaufend weiterentwickelt. Neue Materialien sollen die Versorgung von Patientinnen und Patienten verbessern, etwa durch eine bessere Anpassung an unterschiedliche Wundtypen oder durch längere Tragezeiten zwischen den Verbandswechseln. Für Pflegekräfte und Ärzteschaft bedeutet diese kontinuierliche Weiterentwicklung, dass Fachwissen regelmäßig aktualisiert werden muss, um Patientinnen und Patienten nach dem jeweils aktuellen Stand behandeln zu können.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit spielt bei der Wundversorgung grundsätzlich eine wesentliche Rolle, da chronische oder komplexe Wunden häufig unterschiedliche medizinische Fachbereiche betreffen. Fortbildungsveranstaltungen und Fachkongresse bieten dabei üblicherweise Gelegenheit, praktische Erfahrungen auszutauschen und neue Materialien sowie Methoden kennenzulernen, bevor diese in den klinischen Alltag einfließen.







