Tauernautobahn A10: Brentenbergtunnel-Sperre droht Verkehrschaos zu entfachen
Dieses Thema Freunden empfehlen

Sperre der Tauernautobahn A10 beim Brentenbergtunnel und erwartete Staus

Auf der Tauernautobahn (A10) wird der Abschnitt beim Brentenbergtunnel in Fahrtrichtung Salzburg für mehrere Tage gesperrt. Grund sind Reparatur- und Sanierungsarbeiten nach einem Lkw-Brand in dem Tunnel.

Die Sperre beginnt am kommenden Montag um 12.00 Uhr und soll längstens bis Samstag um 6.00 Uhr früh dauern. Es sind noch drei Tage bis zum Beginn der Maßnahme.

Umleitungen über B159 und Kreuzberg

Für die Sanierung wird der Autobahnverkehr in Fahrtrichtung Salzburg beim Knoten Pongau über den Kreuzberg abgeleitet. Alle Fahrzeuge werden während der Sperre bis zur Anschlussstelle Pass Lueg über die Salzachtal Straße (B159) geführt.

Laut Kartenbeschreibung wird der Verkehr in Richtung Norden beim Knoten Pongau auf die Bundesstraße abgeleitet und bis zur Auffahrt Pass Lueg geführt. In diesem Zusammenhang werden erhebliche Staus erwartet.

Arbeiten im Tunnel und Zeitplan

Nach Angaben der ASFINAG liegt die Sanierung des Brentenbergtunnels im Zeitplan. Die ASFINAG führt vor dem Pfingstreiseverkehr letzte Reparaturarbeiten im Tunnel durch und rechnet während der Sperre mit Verzögerungen im Verkehr.

ASFINAG-Projektleiter Hanspeter Treichl zufolge sind eine Totalsperre der A10 im Bereich des Brentenbergtunnels sowie die Erneuerung von Fahrbahn und mehrlagiger Tunnelschicht erforderlich. Zusätzlich sind Montagearbeiten an der Betriebs- und Sicherheitstechnik vorgesehen.

Oberstes Ziel der ASFINAG ist nach Aussage von Treichl, die Autobahn vor Beginn des Sommerreiseverkehrs wieder ohne Einschränkungen freigeben zu können. Ob dies gelingt, ist offen.

Begleitmaßnahmen und Sorgen der Gemeinden

Nach Angaben von Treichl wird gemeinsam mit dem Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur ein Lkw-Fahrverbot geplant. Ob dieses Fahrverbot tatsächlich in Kraft tritt und in welchem Ausmaß es eingehalten wird, ist noch unklar.

Die Gemeinden entlang der A10 verfolgen die Verkehrsentwicklung ab Beginn der Sperre aufmerksam. Sie betonen drei Tage vor dem Start der Sperre, dass sie sich auf das Land Salzburg und die ASFINAG verlassen und hoffen auf wirksame begleitende Maßnahmen, insbesondere darauf, dass ein Lkw-Fahrverbot funktioniert.

Der Bürgermeister von Werfen, Hubert Stock (ÖVP), äußert die Hoffnung, dass das Lkw-Fahrverbot wirklich funktioniert. Er sieht in der nun gewählten Woche die letzte Möglichkeit, eine Sperre der Autobahn einigermaßen vertretbar umzusetzen.

Erfahrungen aus dem Jänner

Anrainerinnen und Anrainer entlang der Tauernautobahn hoffen, dass ein Lkw-Fahrverbot während der Sperre eingehalten wird. Lisa Steinberger aus Bischofshofen berichtete, dass es im Jänner einen totalen Verkehrskollaps gegeben habe.

Nach ihren Angaben war es damals kaum möglich, das Haus zu verlassen; weder wegfahren noch herfahren sei möglich gewesen.