Trotz Regenfällen: Ernteprognosen in der Steiermark weiterhin unsicher
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Ernteprognosen in der Steiermark bleiben trotz Regen unsicher

In der Steiermark haben die Regenfälle der vergangenen Tage der Landwirtschaft eine leichte Erholung gebracht. Für die Ernte gelten sie jedoch nicht als Entwarnung.

Die Landwirtschaftskammer meldet erste Prognosen, die von einer voraussichtlich unterdurchschnittlichen Ernte ausgehen. Eine verlässliche Schätzung der Ertragslage sei derzeit noch nicht möglich.

Unterschiedliche Entwicklung bei Mais, Soja und Kürbis

Die jüngsten Niederschläge haben bei verschiedenen Kulturen zu sehr unterschiedlichem Wachstum geführt. Betroffen sind unter anderem Mais, Soja und Kürbis.

Nach Angaben von Herbert Lebitsch, Obmann der Bezirkskammer Hartberg-Fürstenfeld, entwickelt sich der Mais derzeit positiv. Bei Soja zeigt sich ein gemischtes Bild: Früh gepflanzte Bestände mit ausreichender Feuchtigkeit haben sich gut entwickelt, während Sojapflanzen mit weniger Feuchtigkeit nun durch den letzten Regen ebenfalls zu keimen beginnen.

Beim Kürbis fallen die Ergebnisse sehr unterschiedlich aus. In einigen Betrieben hat die Trockenheit zu erheblichen Einbußen geführt. Manche Bauern haben die Möglichkeit genutzt, Kürbis ein zweites Mal auszusäen, um den Niederschlag für die zweite Saat zu nutzen.

Vegetationsunterschiede erschweren Ernteplanung

Nach Darstellung von Herbert Lebitsch führen unterschiedliche Saatzeitpunkte und der jeweils einsetzende Niederschlag zu stark abweichenden Wachstumsphasen. Während Pflanzen mit ausreichender Feuchtigkeit ein annähernd normales Wachstum zeigen, beginnen andere Keimlinge erst jetzt, sich zu entwickeln.

Im Ergebnis werden Vegetationsunterschiede von bis zu drei Wochen beschrieben, die sich deutlich auf den Erntezeitpunkt auswirken. Lebitsch weist darauf hin, dass diese drei Wochen in der Ernte sehr markant seien und es unklar sei, ob sich die Betriebe bei der Ernte am normal gewachsenen oder am später aufgegangenen Bestand orientieren sollen.

Ausblick auf die kommenden Monate

Der Regen hat nach den jüngsten Beobachtungen eine positive Wirkung auf die Pflanzen gezeigt. Zugleich wird darauf verwiesen, dass die bevorstehenden Monate die Situation erneut verändern könnten.

Juni und Juli könnten nach Einschätzung von Herbert Lebitsch Entwicklungen bringen, die die positiven Effekte des Regens wieder relativieren. Es bleibt abzuwarten, wie sich die kommenden Monate auf die zu erwartenden Erträge auswirken. Eine belastbare Prognose für die Ernte gilt derzeit als verfrüht.