TU Graz zeigt: Mehrjähriger Weizen fördert Bodenleben, bringt aber deutlich weniger Ertrag

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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TU Graz erforscht mehrjährigen Weizen und dessen Wirkung auf das Bodenmikrobiom

Das Institut für Umweltbiotechnologie der TU Graz hat den Anbau von mehrjährigem Weizen wissenschaftlich untersucht. Im Mittelpunkt stand die Weizenpflanze mit dem Handelsnamen Kernza, die sich in mehreren Eigenschaften von herkömmlichen einjährigen Weizensorten unterscheidet.

Das Forschungsprojekt trug den Namen NAPERDIV und wurde vom Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF gefördert. Es war Teil der EU-weiten Projektinitiative Biodiversa. Am Institut für Umweltbiotechnologie der TU Graz ist Kristina Michl an der Forschungsarbeit beteiligt.

Probenentnahmen in drei Ländern

Das Forschungsteam entnahm in den Jahren 2021 und 2022 Proben auf Feldern in Frankreich, Belgien und Schweden. Dabei verglichen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Mikrobiom von Kernza mit jenem von einjährigem Weizen auf benachbarten Feldern. Das Ergebnis: Mehrjähriger Weizen weist ein diverseres Mikrobiom auf als einjähriger Weizen.

Geringerer Ressourcenbedarf, aber auch geringerer Ertrag

Kernza benötigt weniger Wasser sowie weniger Stickstoff- und Phosphordüngung als herkömmliche Weizensorten. Dem stehen jedoch deutliche Nachteile beim Ertrag gegenüber: Dieser ist im Vergleich zu herkömmlichen Sorten wesentlich geringer und nimmt ab dem zweiten oder dritten Anbaujahr stark ab. Die Züchtungsgeschichte von Kernza reicht rund 20 Jahre zurück.

Zulassung in Europa noch ausstehend

In den USA ist Kernza bereits für die Lebensmittelproduktion zugelassen und wird dort für die Herstellung von Brot, Keksen, Crackern und weiteren Backwaren eingesetzt. Auch Produkte wie Bier und Whisky auf Basis von Kernza sind bereits erhältlich. Geschmacklich und in der Backqualität ähnelt Kernza dabei eher Roggen als Weizen. In Europa läuft das Zulassungsverfahren derzeit noch.