Umweltbewusster Unterwegs: Wiener Modal Split zeigt Anstieg bei Öffi-, Rad- und Fußverkehr
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Modal Split: Mehr umweltfreundliche Mobilität in Wien

In Wien ist der Anteil umweltfreundlicher Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Modal Split für das Jahr 2025 gestiegen. Die Stadt verweist auf eine langfristige Entwicklung hin zu mehr Öffi-, Rad- und Fußverkehr.

Nach Angaben der Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) sind rund drei Viertel der Wienerinnen und Wiener umweltfreundlich unterwegs und bewältigen ihre Alltagswege mit Öffis, Fahrrad oder zu Fuß. Ein entsprechender Anstieg dieser Mobilitätsformen wird im Modal Split bestätigt.

Aktuelle Verkehrsanteile und neue Kategorie

Dem Modal Split zufolge waren im Vorjahr 33,6 Prozent der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer in Wien auf Alltagswegen mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. 30 Prozent legten ihre Alltagswege zu Fuß zurück, 10,5 Prozent nutzten das Fahrrad.

Der Anteil des Pkw-Verkehrs an Alltagswegen lag im Vorjahr bei 24,9 Prozent. Motorisierte Zweiräder wurden erstmals als eigene Kategorie erfasst; zuvor waren sie dem Pkw-Verkehr zugerechnet. In dieser neuen Kategorie wurden im Vorjahr ein Prozent der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer bei Alltagswegen gezählt.

Unterschiede zwischen inneren und äußeren Bezirken

Das Bevölkerungswachstum in Wien betrifft vor allem äußere Bezirke, in denen der Autoanteil tendenziell höher ist als in inneren Bezirken. Laut Modal Split verläuft der Rückgang der Autonutzung in den Außenbezirken langsamer und geringer als in der Innenstadt.

Im Vergleich mit anderen österreichischen Bundesländern weist Wien einen niedrigen Pkw-Anteil auf. Die Stadt betont, Änderungen im Mobilitätsverhalten benötigten Zeit und Maßnahmen wirkten zeitverzögert. Auch international ließen sich Mobilitätswerte beobachten, die sich nur langsam ändern.

Einstellungen der Bevölkerung zur Autonutzung

Einer Studie zur Lebensqualität in Wien zufolge stimmen 87 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass man in Wien ganz gut ohne Auto leben kann. Zwei Drittel der Befragten befürworten den Rückbau von Straßen und Parkplätzen zugunsten von Verkehrsberuhigung, mehr Grünraum und Kühlung.

Laut Modal-Split-Daten lebten in den Jahren 2010 bis 2014 46 Prozent der jüngeren Bevölkerung in Wien ohne eigenes Auto. Mittlerweile sind es 60 Prozent.

Ausbau von Öffis, Radwegen und Fußwegen

Die Stadt Wien will in den nächsten Jahren weitere Steigerungen umweltfreundlicher Mobilität durch den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel und von Radwegen sichern. Als Maßnahmen werden der Ausbau der U-Bahn sowie drei neue beziehungsweise verlängerte Straßenbahnlinien genannt: die Linien 27, 12 und 18. Die Linien 27 und 12 sind bereits in Betrieb, die Linie 18 soll ab Herbst 2026 bis zum Ernst-Happel-Stadion verlängert werden.

Seit Beginn der Koalition von SPÖ und NEOS im Jahr 2021 sind laut einer Aussendung der Stadt 250 Projekte im Radwegenetz umgesetzt worden, insgesamt hundert Kilometer. Für das laufende Jahr setzt die Stadt beim Radverkehr auf Lückenschlüsse und die Fortsetzung von Radachsen.

Auf der Ringstraße soll mit der Entflechtung von Rad- und Fußgängerverkehr begonnen werden. Bei allen Baumaßnahmen im Straßenraum werden Gehsteige in Kreuzungsbereichen vergrößert. Laut Stadt sollen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sich dadurch besser sehen können; zudem sollen Fußgängerinnen und Fußgänger kürzere und sichere Querungsmöglichkeiten erhalten. Beim Umbau von Straßen werden außerdem breitere Gehwege geschaffen.

Kritik der Wiener Grünen

Die Mobilitätssprecherinnen bzw. -sprecher der Grünen Wien, Kilian Stark und Heidi Sequenz, kritisieren, die Stadtregierung versuche Stillstand als Erfolg zu verkaufen. Ihrer Einschätzung nach steigt erstmals seit Jahren der Anteil des motorisierten Verkehrs in Wien wieder; sie bezeichnen diese Entwicklung als alarmierenden Rückschritt und als Niederlage für die rot-pinke Verkehrspolitik.

Die Grünen Wien bemängeln außerdem, der Öffi-Ausbau werde verschleppt und es würden Milliarden in Autobahnprojekte gesteckt.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.