Villacher schreibt seit 17 Jahren unbezahlt für Wikipedia – 26 Milliarden Aufrufe pro Jahr

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Ein 32-jähriger Villacher gehört zu den Menschen, die im Hintergrund an einem der meistgenutzten Nachschlagewerke im Internet mitschreiben. Rene Kopeinig verfasst und bearbeitet unter dem Usernamen „deadlyhappen“ Artikel für die deutsche Wikipedia. Die Online-Enzyklopädie umfasst mittlerweile mehr als drei Millionen Artikel und wurde in den vergangenen zwölf Monaten über 26 Milliarden Mal aufgerufen.

Vom Schulprojekt zur festen Gewohnheit

Kopeinig kam bereits als 15- oder 16-Jähriger erstmals mit der Wikipedia-Arbeit in Berührung. Sein erster eigener Artikel behandelte eine E-Nummer, also einen Lebensmittelzusatzstoff. Später folgten weitere Beiträge, darunter ein Artikel über die Fruchtschnitte. Heute ist Kopeinig selbstständiger Unternehmer im IT-Bereich und schreibt weiterhin ehrenamtlich und ohne Bezahlung für die Online-Enzyklopädie.

Neben Kopeinig engagiert sich auch der Kärntner Johann Jaritz für Wikipedia. Der Fotograf im Ruhestand stellt der Plattform Bildmaterial zur Verfügung, unter anderem eine Aufnahme des Saissersees bei Velden. Solche Fotos werden auch außerhalb der Enzyklopädie genutzt: Die Redaktion von ORF Kärnten greift auf Wikipedia-Bilder zurück, etwa in der Sendereihe „Kennst du Kärnten“. Auch die Nutzerin mit dem Namen „naturpuur“ stellt Bildmaterial bereit, das auf kaernten.ORF.at verwendet wird.

Prüfung durch die Wikipedia-Gemeinschaft

Grundsätzlich beruht Wikipedia auf einem System der gegenseitigen Kontrolle innerhalb der Nutzergemeinschaft. Neue Artikel werden nicht sofort veröffentlicht, sondern zunächst von erfahrenen Mitgliedern mit sogenanntem Sichterstatus geprüft. Diese Sichtung soll sicherstellen, dass Inhalte nachvollziehbar und in ihrer Grundstruktur korrekt sind, bevor sie für alle Leser sichtbar werden.

Ein weiteres zentrales Kriterium ist die inhaltliche Relevanz eines Themas. Artikel, deren Bedeutung innerhalb der Gemeinschaft angezweifelt wird, können in sogenannten Löschdiskussionen landen. Dabei wird öffentlich und für alle Nutzer nachvollziehbar erörtert, ob ein Thema den Anforderungen an einen enzyklopädischen Eintrag entspricht. Dieses Verfahren ist Teil des Selbstverständnisses von Wikipedia als gemeinschaftlich organisiertem Projekt, in dem Inhalte nicht von einer zentralen Redaktion, sondern von einer Vielzahl freiwilliger Autorinnen und Autoren erstellt und kontrolliert werden.

Die Beteiligung an Wikipedia reicht dabei über das reine Verfassen von Texten hinaus. Ehrenamtliche wie Kopeinig oder Jaritz tragen mit unterschiedlichen Beiträgen zum Gesamtprojekt bei, sei es durch Fachartikel zu einzelnen Themen oder durch Bildmaterial, das Inhalte visuell ergänzt. Gerade Fotografien aus bestimmten Regionen können dabei auch außerhalb der Enzyklopädie Verwendung finden, etwa in redaktionellen Formaten, die auf frei verfügbares Bildmaterial zurückgreifen.