Innenverteidiger Yannik Schuster wechselt zu Brentford in die Premier League
Der 20-jährige Innenverteidiger Yannik Schuster setzt seine Karriere in der englischen Premier League fort und schließt sich dem Brentford FC an. Der aus Mieming stammende U21-Teamspieler kommt von Red Bull Salzburg nach London.
Schuster hat bei Brentford einen ab Sommer gültigen Fünfjahresvertrag bis 2031 unterschrieben, der eine Option auf ein weiteres Jahr enthält. Das Gesamtpaket des Transfers beläuft sich laut APA-Informationen auf knapp über 20 Millionen Euro inklusive möglicher Boni.
Längerlaufender Vertrag bei Brentford
Brentford liegt aktuell auf Tabellenrang acht der Premier League und befindet sich im Rennen um internationale Startplätze. Der Club, der den Spitznamen „The Bees“ (Die Bienen) trägt, wird als einer der spannendsten Entwicklungsvereine der Welt beschrieben.
Schuster wird in diesem Zusammenhang als der teuerste Österreicher bezeichnet, der je aus der österreichischen Bundesliga ins Ausland gewechselt ist. Zuvor hielt ÖFB-Teamspieler Nicolas Seiwald die Bestmarke mit seinem Wechsel von Red Bull Salzburg nach Leipzig.
Brentford-Trainer Keith Andrews bezeichnete Schuster in einer Aussendung als Spieler mit großem Potenzial. Im persönlichen Gespräch mit Andrews habe ihn vor allem ein aufgezeigter Entwicklungsplan überzeugt, wie er als Spieler und auch persönlich verbessert werden solle. Die Verantwortlichen sehen seine Stärken nach seinen Angaben im Verteidigen und trauen ihm speziell im physischen Bereich noch Entwicklung zu.
Schuster über den nächsten Karriereschritt
Schuster erklärte, ihm sei bewusst, dass der Schritt in die Premier League groß sei, gleichzeitig reize ihn die Herausforderung. Er sei über das Interesse von Brentford extrem überrascht gewesen und habe eine große Freude, dass der Wechsel zustande gekommen sei. Es sei sehr cool, dass er in seinem Alter bereits die Chance bekomme, auf diesem Niveau zu spielen und zu trainieren.
Er betonte, Brentford habe ihm einen klaren Plan aufgezeigt und glaube, dass er noch einen großen Schritt machen könne. Man entwickle sich automatisch weiter, wenn man täglich auf dem Niveau der Premier League trainiere. Den Verein beschreibt er als sehr familiär und in Summe als perfektes Umfeld für einen jungen Spieler.
Privat wie sportlich wolle er sich in Brentford schnell einleben. Die Umstellung von der österreichischen Liga werde groß sein, auf diese Herausforderung freue er sich jedoch. Der Unterschied zwischen der Stadt Salzburg und der Weltmetropole London sei kein kleiner, es werde am Anfang sicher ungewohnt sein. Er traue sich den Schritt zu und finde es interessant, aus der Komfortzone herauszukommen. London sei cool, er gehe aber nicht zum Sightseeing dorthin, sondern um Fußball zu spielen.
Spielphilosophie und Transferstrategie bei Brentford
Brentford fokussiert sich bei der Spielersuche verstärkt auf Statistiken und Datensätze. Als Grund dafür wird Eigentümer Matthew Benham genannt, Gründer des Unternehmens Smartodds. Der Club kombiniert diese Datenanalyse mit traditionellem Scouting, um künftige Leistungsträger zu identifizieren, die von der Konkurrenz unterbewertet werden.
Als prominente und finanziell lukrative Abgänge der jüngeren Vergangenheit werden Bryan Mbeumo (zu Manchester United), Yoane Wissa (zu Newcastle) und Ollie Watkins (zu Aston Villa) genannt. Schuster sagte, diese Spieler könne er sich als Vorbilder nehmen. Im Idealfall wolle er in England gegen prominente Gegenspieler antreten; ein Spiel gegen Erling Haaland wäre für ihn etwas sehr Besonderes. Zugleich betonte er, er gehe Schritt für Schritt vor und wolle zunächst sehen, wie schnell sich alles entwickle.
Stationen in Salzburg und familiärer Hintergrund
Schuster war im vergangenen Sommer von Liefering zu Red Bull Salzburg gewechselt und absolvierte für Salzburg 30 Pflichtspiele. Zu Saisonbeginn sei er dort nach eigener Darstellung eher Rotationsspieler gewesen, ehe sich alles schnell entwickelt habe. Der Rechtsfuß misst 1,91 Meter. Er ist Sohn des Skisprung-Trainers Werner Schuster und Bruder des ÖSV-Skispringers Jonas Schuster.
Nach sechseinhalb Jahren in Salzburg zeigte sich Schuster dem Verein gegenüber extrem dankbar. Er habe dort sportlich und mit der Matura eine sehr gute Ausbildung genossen, sei als kleiner Bub gekommen und zum Mann geworden. Nun wolle er sich in London auf den Fußball konzentrieren. Am Samstag nach der Veröffentlichung der Wechselmeldung feiert Schuster seinen 20. Geburtstag.







