Vorarlberg an der Spitze: Caritas registriert starken Anstieg bei Kleiderspenden
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Caritas in Vorarlberg: Kleiderspenden nehmen stark zu

In Vorarlberg stehen derzeit 236 Abgabestellen für Kleiderspenden der Caritas zur Verfügung, an denen jeweils bis zu fünf Container aufgestellt sind. Pro Jahr werden im Bundesland rund 3.500 Tonnen Kleidung gespendet.

Um einen geordneten Ablauf der Sammlung zu ermöglichen, gibt die Caritas konkrete Empfehlungen zur Abgabe von Kleiderspenden und zur Nutzung der Container.

Sammlung und Entleerung der Container

Die Kleidercontainer der Caritas in Vorarlberg werden in der Regel mindestens einmal pro Woche geleert, je nach Bedarf bis zu dreimal pro Woche. Am Wochenende findet keine Entleerung statt.

Insbesondere an langen Wochenenden sind die Container laut dem Koordinator der Kleidersammlung, Borna Krempler, oft besonders voll. Dann würden auch besonders viele Kleiderspenden abgegeben.

Empfehlungen zur Abgabezeit und zum Umgang mit Säcken

Die Caritas rät davon ab, Säcke mit Kleiderspenden neben vollen Containern abzustellen. Krempler weist darauf hin, dass abgestellte Säcke von Personen durchwühlt werden können, die sich einzelne Stücke herausnehmen. Zudem werden Spenden unbrauchbar, wenn sie ungeschützt im Regen nass werden.

Um überfüllte Container zu vermeiden, empfiehlt die Caritas, Kleiderspenden möglichst unter der Woche abzugeben – nicht am Montag, nicht am Freitag und nicht vor oder nach einem Feiertag. Säcke mit Kleiderspenden sollten laut Krempler gut verschlossen werden, um sie vor Feuchtigkeit und Schmutz zu schützen. Papiersäcke seien dafür eher ungeeignet.

Kaum Aufbrüche, seltenes „Herausangeln“

Nach Angaben von Krempler werden Kleidercontainer in Vorarlberg zum Stehlen von Kleidung praktisch nicht aufgebrochen. Vereinzelt komme es vor, dass einzelne Stücke aus den Containern herausgeangelt und andere Kleidungsstücke davor liegen gelassen werden. Dieses Herausangeln geschehe laut Krempler nur selten.

„Oranger Sack“ und Reduktion von Kunststoff

Für die Sammlung von Kleidung nutzt die Caritas seit über zehn Jahren den sogenannten „Orangen Sack“. Dieser kann in Lebensmittelgeschäften, Banken, Gemeindeämtern, Altstoffsammelzentren und Bauhöfen gratis abgeholt werden.

Nach Tests hat die Caritas die Folienstärke des „Orangen Sacks“ reduziert. Dadurch konnte der Kunststoffverbrauch nach eigenen Angaben um etwa ein Viertel gesenkt werden. Kleiderspenden können laut Krempler auch in anderen Säcken abgegeben werden, sofern diese gut verschlossen sind.

Kriterien für geeignete Kleiderspenden

In Vorarlberg werden pro Jahr rund 3.500 Tonnen Kleidung gespendet, das entspricht pro Kopf etwa neun Kilogramm. Als grobe Beispiele werden 700 Gramm für eine Jeans und 200 Gramm für ein T-Shirt genannt. Zu Spitzenzeiten werden laut Krempler pro Woche mehr als 80 Tonnen Kleidung eingesammelt. Vorarlberg liegt mit der Menge der Kleiderspenden österreichweit an der Spitze.

Die meisten abgegebenen Kleidungsstücke sind laut Angaben im guten Zustand, manche würden sogar gebügelt abgegeben. Kleiderspenden sollten nach Empfehlung von Krempler frisch gewaschen sein. Als Maßstab nennt er, Kleidung nur so zu spenden, wie man sie auch einer Freundin oder einem Freund geben würde.

Was in die Container gehört – und was nicht

In die Kleidercontainer der Caritas sollen ausschließlich Kleidung, Schuhe, Handtaschen, Gürtel und Heimtextilien gegeben werden. Zu den Heimtextilien zählen unter anderem Handtücher und Bettwäsche.

Spielzeug und Hausrat gehören nicht in die Altkleidersammlung und auch nicht neben die Container. Für solche Sachspenden gibt es bei der Caritas sogenannte „Re-Use-Boxen“.