Erdbeerernte in Vorarlberg gestartet
In Vorarlberg hat die Erdbeerernte begonnen. Die ersten Früchte kommen aus überdachten Feldern, während die Ernte im Freiland ab der kommenden Woche anlaufen soll.
Im Bundesland bauen derzeit sechs Betriebe Erdbeeren an. Sie bewirtschaften zusammen eine Anbaufläche von rund fünf Hektar, aus der die Landwirtschaftskammer für heuer etwa 80 Tonnen Erdbeeren erwartet.
Anbauformen und Saisonverlauf
Die ersten Erdbeeren stammen aus überdachten Flächen, da die Früchte dort früher reif werden als im Freiland. In Vorarlberg werden Erdbeeren zunehmend in Folientunneln oder Gewächshäusern kultiviert. Sommer-Gewächshauskulturen, wie sie in vielen Ländern bekannt sind, gibt es im Land jedoch nicht.
Die Landwirtschaftskammer bewertet das Fehlen solcher Sommer-Gewächshauskulturen nicht als Schaden. Sie verweist darauf, dass sich viele Konsumentinnen und Konsumenten mehr auf saisonales Obst freuen als auf ganzjährig verfügbares Obst.
Im Bregenzerwald beginnt die Erdbeerernte aufgrund der Höhenlage erst Mitte Juni. Ab Juli bieten die Beerenproduzenten zudem Himbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren und Heidelbeeren an, die Brombeerernte startet etwas später. Holunderbeeren sind Anfang September reif.
Betriebe und Erntehelfer
Der größte Erdbeerproduzent in Vorarlberg ist der Betrieb Karg in Gaißau mit drei Hektar Anbaufläche. Der Winderhof in Dornbirn folgt mit 1,5 Hektar als zweitgrößter Betrieb. Der Betrieb Fechtig in Mäder baut Erdbeeren auf 0,5 Hektar an, der Betrieb Gehrer in Höchst gilt mit 0,03 Hektar als kleinster Produzent im Land.
Zwei Betriebe produzieren Erdbeeren in Bioqualität: Der Betrieb Ströhle in Sulz bewirtschaftet 0,27 Hektar mit Bio-Erdbeeren, der Betrieb Fink in Sulzberg 0,12 Hektar.
Für die Erdbeerernte werden in Vorarlberg auch ausländische Erntehelfer eingesetzt. Der Dornbirner Erdbeerbauer Martin Winder setzt nach eigenen Angaben Helfer aus Afghanistan ein und bewirtschaftet rund 70.000 Erdbeerpflanzen. Er erklärt, dass die Ernte ohne diese Helfer schwer möglich wäre und dass bei Einheimischen kein Interesse an der Erntearbeit bestehe.
Vorbereitung auf Witterungsrisiken
Um sich auf mögliche Frostnächte vorzubereiten, haben sich Bauern in Vorarlberg im April mit sogenannten Eispanzern gegen Kälteeinbrüche gewappnet.








