VR-Brillen in der Palliativpflege: Studie zeigt positive Wirkung bei Schmerzablenkung und Entspannung

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Am Landeskrankenhaus Hohenems haben zwei Pflegekräfte über sechs Monate den Einsatz von VR-Brillen bei Palliativpatientinnen und Palliativpatienten untersucht. An der Studie nahmen 16 Personen im Alter zwischen 50 und 80 Jahren teil. 15 von ihnen berichteten nach der Anwendung von „schönen Einblicken“, zehn fühlten sich entspannt. Bei keinem der Teilnehmenden traten Schwindel, Übelkeit, Reizüberflutung oder Stress auf.

Studie am Landeskrankenhaus Hohenems

Die Untersuchung wurde von zwei Pflegekräften des Landeskrankenhauses Hohenems durchgeführt. Über einen Zeitraum von sechs Monaten kam die VR-Brille bei 16 Palliativpatientinnen und Palliativpatienten zum Einsatz. Die Teilnehmenden wurden jeweils vor und nach der Anwendung befragt. Während der Nutzung war stets eine Pflegeperson anwesend.

Mit der Brille konnten die Patientinnen und Patienten unterschiedliche Inhalte erleben, darunter Gebirgslandschaften, exotische Länder und Tieraufnahmen. Nach der Anwendung gaben 15 von 16 Befragten an, schöne Einblicke erhalten zu haben. Zehn Teilnehmende berichteten von einem Gefühl der Entspannung. Negative Effekte wie Schwindel, Übelkeit, Reizüberflutung oder Stress wurden von keinem der Teilnehmenden angegeben.

14 der 16 Befragten erklärten, die VR-Brille künftig erneut nutzen zu wollen. Besonders hilfreich empfanden die Teilnehmenden den Einsatz zur Entspannung und Ablenkung bei Schmerzen, bei Blutabnahmen oder bei Verbandswechseln.

Die Projektverantwortlichen Katharina Widmann und Natalie Meusburger stellten die Studie auf dem österreichischen Palliativkongress vor.

Belastende Momente in der palliativen Versorgung

In der Palliativmedizin gehören wiederkehrende Eingriffe wie Blutabnahmen oder Verbandswechsel zum pflegerischen Alltag. Solche Situationen können bei schwer erkrankten Menschen zusätzlich belastend sein, da sie oft mit Schmerzen oder Anspannung verbunden sind. Ablenkungsmethoden werden in der Pflege deshalb grundsätzlich als ergänzende Möglichkeit betrachtet, um solche Momente für Patientinnen und Patienten erträglicher zu gestalten, ohne den eigentlichen medizinischen Eingriff zu verändern.

Virtual-Reality-Technik wird im Gesundheitsbereich zunehmend in unterschiedlichen Zusammenhängen erprobt, etwa zur Ablenkung während schmerzhafter Prozeduren oder zur Förderung von Entspannung. Dabei setzen Nutzerinnen und Nutzer eine Brille auf, die ihnen computergenerierte oder gefilmte Umgebungen in einem umfassenden Sichtfeld zeigt. Dieses Eintauchen in eine andere Umgebung wird in der Fachsprache häufig als Immersion bezeichnet. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit zumindest zeitweise von der belastenden Situation weg und auf die dargebotenen Bilder zu lenken.

Bei der Anwendung solcher Technik in sensiblen Bereichen wie der Palliativpflege gilt grundsätzlich, dass eine begleitende Fachperson anwesend ist. So kann individuell auf Reaktionen der Patientinnen und Patienten eingegangen und die Nutzung bei Bedarf jederzeit angepasst oder beendet werden. Da Menschen unterschiedlich auf visuelle Reize reagieren, wird die Anwendung in der Regel schrittweise und unter Beobachtung eingeführt.

Die Palliativmedizin selbst konzentriert sich auf die Begleitung von Menschen mit unheilbaren, fortgeschrittenen Erkrankungen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Heilung, sondern die Linderung von Symptomen sowie die Verbesserung der Lebensqualität. Dazu zählen neben der medizinischen Versorgung auch psychosoziale und pflegerische Maßnahmen, die individuell auf die jeweilige Situation der betroffenen Person abgestimmt werden.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.