Waldbrandgefahr derzeit gering, Trockenheit bleibt Thema
In Wien hat es in den vergangenen Tagen zwischen 30 und 70 Liter pro Quadratmeter geregnet. Fachleute gehen davon aus, dass die Waldbrandgefahr in Wien und in ganz Österreich aktuell sehr gering ist.
Die Niederschläge haben die vorangegangene Trockenheit nur teilweise gemildert. Für die kommenden Tage wird weiterer Regen erwartet, allerdings ohne große Niederschlagsmengen.
Waldbrandgefahr vorerst niedrig
Vor knapp einer Woche hat die Stadt Wien wegen hoher Waldbrandgefahr ein Grillverbot auf öffentlichen Grillplätzen verhängt. Rauchen und das Hantieren mit offenem Feuer bleiben weiterhin verboten.
Nach Angaben des Waldbrandexperten Mortimer Müller von der BOKU Wien ist die Waldbrandgefahr derzeit sehr gering. Er bezeichnet die Gefahr auch für ganz Österreich momentan als sehr gering. Müller führt dies auf große Niederschläge, geringe Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit zurück und erwartet in den nächsten Tagen keine Änderung dieser Lage.
Anhaltende Trockenheit als Risiko
Herbst und Winter vor dem aktuellen Bericht waren trocken. Klimaforscher Georg Pistotnik von Geosphere Austria erklärt, der Regen der vergangenen Tage habe die Trockenheit nur gelindert. Die Regenmengen werden als zu gering eingeschätzt, um die anhaltende Trockenheit nachhaltig zu lindern.
Für das laufende Jahr wird ein besonders warmer und zu trockener Sommer in Aussicht gestellt. Pistotnik rechnet damit, dass es voraussichtlich zumindest einige Zeit im Sommer in Wien und anderen Teilen Österreichs zu heiß und zu trocken für Landwirtschaft und Natur sein wird. Es wird darauf hingewiesen, dass es bald wieder zu Problemen durch Trockenheit kommen könnte.
Auswirkungen längerer Trockenperioden
Müller erläutert, dass der Wald mit kurzzeitiger Trockenheit recht gut zurechtkommt. Längere Trockenheit kann seinen Angaben zufolge jedoch zu Schäden in Wäldern führen. Im Extremfall kann es infolge längerer Trockenperioden zu Baumsterben kommen.








