Wien 2025: Öffentliche Verkehrsmittel und Fußgänger weiterhin an der Spitze trotz Anstieg im motorisierten Individualverkehr
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Modal Split 2025: Öffis und Fußverkehr dominieren in Wien

In Wien sind öffentliche Verkehrsmittel und der Fußverkehr auch im Jahr 2025 die am häufigsten genutzten Mobilitätsformen. Eine aktuelle Auswertung des Modal Split zeigt zugleich einen leichten Anstieg des motorisierten Individualverkehrs im Vergleich zu 2024.

Die Modal-Split-Zahlen für 2025 wurden von Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) präsentiert. Erstmals wurden die Anteile mit Kommastellen ausgewiesen und Pkw und motorisierte Zweiräder getrennt erfasst.

Verkehrsaufkommen nach Verkehrsmitteln

Der Anteil der öffentlichen Verkehrsmittel liegt 2025 bei 33,6 Prozent, nach 34 Prozent im Jahr 2024. Der Fußgängerverkehr kommt 2025 auf 30 Prozent und liegt damit auf dem Niveau von 2024.

Mit dem Fahrrad wurden 2025 laut Erhebung 10,5 Prozent der Alltagswege in Wien zurückgelegt, nach 11 Prozent im Jahr 2024. Der Rad-Freizeit-Verkehr wird laut Darstellung insbesondere durch Wetterschwankungen und Starkwetter-Ereignisse beeinflusst; das Wetter war 2025 unbeständiger als 2024, der Juli galt als nass und verregnet.

Beim motorisierten Individualverkehr wurde 2025 erstmals zwischen Pkw und Zweirädern unterschieden. Pkw erreichen einen Anteil von 24,9 Prozent der Alltagswege, Mopeds beziehungsweise motorisierte Zweiräder 1 Prozent. Der kombinierte Anteil von Autos und Mopeds liegt damit bei 25,9 Prozent, nach 25 Prozent im Jahr 2024. Insgesamt konnte der motorisierte Individualverkehr 2025 nicht zurückgedrängt werden.

Längere Entwicklung und Rahmenbedingungen

Im Rathaus wurde hervorgehoben, dass der Autoanteil in Wien von 1993 bis 2025 um rund ein Drittel reduziert worden sei. 1993 wurden 40 Prozent der Wege mit dem Auto zurückgelegt. Der Öffi-Anteil lag 2019 bei 38 Prozent; dieses Niveau wurde nach dem pandemiebedingten Rückgang bislang nicht wieder erreicht.

Die Modal-Split-Erhebung 2025 basiert auf den Wegen von rund 2.500 Personen. Der Modal Split bildet dabei die durchschnittliche alltägliche Mobilität anteilsmäßig ab. Touristen und Pendler sind nicht erfasst.

Das Ergebnis wird vor dem Hintergrund verschiedener Rahmenbedingungen eingeordnet. Laut Mitteilung wächst die Bevölkerung in den äußeren Bezirken Wiens stärker, wo der Autoanteil tendenziell höher ist. Zugleich wird angegeben, dass besonders in den Außenbezirken Radwege und Öffi-Infrastruktur ausgebaut werden.

Reaktionen der Stadt und der Opposition

Verkehrsstadträtin Ulli Sima erklärte, Änderungen im Mobilitätsverhalten zeichneten sich nicht von heute auf morgen ab. Mit den aktuellen Daten festige sich ihrer Darstellung nach der Trend in Richtung umweltfreundliche Mobilität in Wien. Sie bezeichnete Wien in diesem Zusammenhang als wachsende Zwei-Millionenstadt und erklärte, rund ein Viertel der Wienerinnen und Wiener sei umweltfreundlich unterwegs.

Die Wiener Grünen bewerteten die Zahlen zum Modal Split anders und sprachen von einer „verheerenden Bilanz des rot-pinken Stillstands“. Das Mobilitätssprecher-Duo Kilian Stark und Heidi Sequenz erklärte, die Stadtregierung versuche, die Ergebnisse als Erfolg zu verkaufen, die Zahlen würden jedoch das Gegenteil eines Erfolgs zeigen. Sie kritisierten, dass erstmals seit Jahren der Anteil des motorisierten Verkehrs wieder steige, und äußerten, wer Verkehrsberuhigung blockiere und Milliarden in Autobahnprojekte stecke, dürfe sich über den steigenden motorisierten Verkehr nicht wundern.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.