Wien: Autoverkehr steigt leicht – Jeder vierte vergisst regelmäßig die Parkzeit zu verlängern

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Der Anteil des Autoverkehrs in Wien ist im Jahr 2025 von 25 auf 25,9 Prozent gestiegen, während der öffentliche Verkehr im Modal Split der Stadt auf 33,6 Prozent kommt. Die Stadt Wien verfolgt weiterhin das erklärte Ziel, den Anteil des Autoverkehrs langfristig auf 15 Prozent zu senken. Eine aktuelle Umfrage, die im Zusammenhang mit dem Wien-Start der Parking-App Parkster durchgeführt wurde, liefert nun neue Einblicke in das Parkverhalten der Wienerinnen und Wiener sowie in den Umgang mit der gebührenpflichtigen Kurzparkzone, die in der Stadt flächendeckend von 9 bis 22 Uhr gilt.

Parkgebühren, Strafzettel und Bezahlgewohnheiten im Überblick

Laut der Umfrage parken 80 Prozent der Befragten regelmäßig gebührenpflichtig in Wien, 15,6 Prozent tun dies sogar mehrmals täglich. Bei den Ausgaben zeigt sich ein gemischtes Bild: 35 Prozent geben mehr als 100 Euro pro Jahr fürs Parken aus, während ein Viertel der Befragten mit unter 50 Euro jährlich auskommt.

Beim Bezahlen der Parkgebühr dominiert weiterhin der klassische analoge Parkschein, den 47,6 Prozent der Befragten nutzen. Gleichzeitig geben 74 Prozent an, die Gebühr auch über Apps zu begleichen, was auf eine parallele Nutzung mehrerer Bezahlmethoden hindeutet. Ein wiederkehrendes Problem bleibt das Verlängern der Parkzeit: Mehr als 25 Prozent der Befragten vergessen dies nach eigenen Angaben sehr oft.

Deutliche Unterschiede zeigen sich beim Verhalten der Geschlechter. 27 Prozent der Männer stellen ihr Fahrzeug oft oder regelmäßig ohne Parkschein in der gebührenpflichtigen Zone ab, bei den Frauen sind es 15 Prozent. Fast die Hälfte der befragten Frauen gibt an, ihr Fahrzeug nie ohne Parkschein abzustellen. Insgesamt räumen 3,6 Prozent der Befragten ein, ihr Auto immer ohne gültigen Parkschein zu parken.

Auch bei bereits erhaltenen Strafzetteln unterscheiden sich die Angaben von Männern und Frauen: 35,8 Prozent der Frauen haben noch nie eine Parkstrafe bekommen, bei den Männern sind es 13,3 Prozent. 7,8 Prozent der Befragten insgesamt geben an, bereits mehr als 20 Strafen für Falschparken erhalten zu haben. Unsicherheit spielt beim Parken ebenfalls eine Rolle: Fast 30 Prozent kennen das Gefühl, nicht sicher zu sein, ob sie an einer bestimmten Stelle überhaupt parken dürfen, und 28,4 Prozent sind sich bei den geltenden Parkzeiten unsicher.

Digitale Kontrolle durch Scan Cars nimmt Fahrt auf

Parallel zu den Ergebnissen der Umfrage schreitet die technische Weiterentwicklung der Parkraumüberwachung in Wien voran. Mitte September startet die nächste Testphase der sogenannten Scan Cars, mit denen die Einhaltung der Kurzparkzonen digital überprüft werden soll. Beim ersten Testlauf legten die Fahrzeuge 220 Kilometer zurück und erkannten dabei mehr als 90 Prozent der Kennzeichen korrekt.

Der reguläre Einsatz aller vier Scan Cars ist ab Ende 2026 geplant. Vorgesehen ist ihr Einsatz in zwölf Bezirken, darunter Favoriten, Simmering, Hietzing, Penzing, Döbling, Floridsdorf, Donaustadt und Liesing.

Kontrolle von Kurzparkzonen im Wandel

Grundsätzlich erfolgt die Überwachung von Kurzparkzonen in vielen Städten traditionell durch Kontrollorgane, die Fahrzeuge und Parkscheine händisch überprüfen. Mit zunehmender Verbreitung digitaler Bezahlsysteme und automatisierter Kennzeichenerkennung verändert sich dieser Prozess vielerorts. Scan-Fahrzeuge, wie sie nun in Wien getestet werden, erfassen Kennzeichen im Vorbeifahren und gleichen sie automatisiert mit hinterlegten Parkberechtigungen ab. Das kann die Kontrolldichte erhöhen und den Personalaufwand bei stichprobenartigen Prüfungen verringern.

Für Autofahrerinnen und Autofahrer bedeutet eine wachsende Zahl an Bezahloptionen wie Apps, analogen Parkscheinen oder SMS-Diensten grundsätzlich mehr Flexibilität, kann in der Praxis aber auch zu Unsicherheit führen, welche Methode an welchem Ort gerade genutzt wird oder wie lange eine gebuchte Parkzeit tatsächlich noch gilt. Kommunen setzen daher zunehmend auf digitale Erinnerung