Wien führt EU-Ranking bei Nachtzugverbindungen mit 15 Zielen an

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Wien ist die EU-Hauptstadt mit den meisten Nachtzugverbindungen. Das zeigt eine Analyse des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ). Von Wien aus sind demnach 15 Enddestinationen mit dem Nachtzug erreichbar. Damit liegt die österreichische Hauptstadt im Vergleich der EU-Hauptstädte an der Spitze, vor Bukarest und Budapest, die mit jeweils zwölf Verbindungen auf Platz zwei folgen.

Wien vorn, zehn Hauptstädte ohne Anbindung

Von den 15 aus Wien angesteuerten Zielen werden 13 täglich angefahren. Dazu zählen unter anderem Amsterdam, Berlin, Bukarest, Hamburg, Warschau und Zürich. Auch Rom gehört grundsätzlich zu den täglich erreichbaren Zielen, allerdings mit einer zeitlich begrenzten Einschränkung: Bis 20. August verkehrt der Nachtzug nach Rom täglich, danach endet die Verbindung baustellenbedingt in Bologna. Ab 20. September ist Rom wieder täglich mit dem Nachtzug erreichbar.

Paris und Prag sind von Wien aus mit jeweils zehn Nachtzugverbindungen erreichbar. Laut der VCÖ-Analyse sind insgesamt 17 der EU-Hauptstädte an das Nachtzugnetz angebunden. Zehn EU-Hauptstädte verfügen hingegen über keine Nachtzugverbindung.

Höchststand bei Bahnreisen im Urlaubsverkehr

Ergänzend verweist der VCÖ auf Zahlen der Statistik Austria zum Reiseverhalten. Demnach wurden im Vorjahr 4,11 Millionen Urlaubsreisen mit der Eisenbahn unternommen. Das stellt laut diesen Daten einen neuen Höchstwert dar.

Nachtzüge als Teil des europäischen Fernverkehrs

Nachtzüge verbinden europäische Metropolen über längere Strecken, indem Fahrgäste während der Nachtstunden reisen und so tagsüber Reisezeit einsparen. Grundsätzlich werden solche Verbindungen von unterschiedlichen Bahnunternehmen betrieben und teils über mehrere Ländergrenzen hinweg geführt, was eine enge Abstimmung zwischen den beteiligten Betreibern und Infrastrukturbetreibern erfordert. Baustellen auf einzelnen Streckenabschnitten können dabei, wie im Fall der Rom-Verbindung, zu zeitlich befristeten Anpassungen führen, etwa wenn ein Zug nicht bis zum ursprünglichen Endziel fahren kann und stattdessen an einem anderen Bahnhof endet.

Die Nachfrage nach Bahnreisen im Urlaubsverkehr wird allgemein unter anderem mit dem Wunsch nach klimafreundlicheren Reisealternativen zum Flugzeug in Verbindung gebracht. Nachtzüge gelten dabei als eine Möglichkeit, weite Strecken ohne zusätzliche Übernachtungskosten und ohne Zeitverlust am Tag zurückzulegen. Der Ausbau und die Aufrechterhaltung solcher Verbindungen hängen jedoch von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Bahnunternehmen sowie von der verfügbaren Infrastruktur in den jeweiligen Ländern ab.