Wien gewinnt eGovernment-Award mit Kompetenzstelle gegen Cybergewalt

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Die Stadt Wien ist beim internationalen eGovernment-Award 2026 in Berlin mit dem ersten Preis ausgezeichnet worden. Prämiert wurde die Wiener Kompetenzstelle gegen Cybergewalt in der Kategorie „Nachhaltiger Wandel durch Staatsmodernisierung & Verwaltungstransformation“. Die Einrichtung unterstützt Frauen, die online verfolgt, überwacht, bedroht oder erpresst werden, mit kostenloser und unbürokratischer Hilfe.

Erster Preis für Wiener Beratungsangebot

Der eGovernment-Award wurde der Stadt Wien in Berlin verliehen. Ausgezeichnet wurde die Wiener Kompetenzstelle gegen Cybergewalt, die Beratung und Opferschutz mit fachlicher Hilfe bei digitalen Problemen verbindet. Die Stelle richtet sich an Frauen, die von digitaler Gewalt betroffen sind, und bietet ihnen Unterstützung ohne bürokratische Hürden.

Die Kompetenzstelle wurde im Jahr 2020 eingerichtet. Getragen wird sie von der MA 57, dem Frauenservice der Stadt Wien, von Urban Innovation Vienna sowie der Magistratsdirektion der Stadt Wien. Zusätzlich sind Wien-CERT, der 24-Stunden Frauennotruf und der Verein Wiener Frauenhäuser an dem Angebot beteiligt. Diese Zusammensetzung bringt technisches Fachwissen und Erfahrung im Opferschutz unter einem Dach zusammen.

Elke Hanel-Torsch, Frauenstadträtin der SPÖ, und Barbara Novak, Digitalisierungsstadträtin und Vizebürgermeisterin, ebenfalls SPÖ, sind für die politischen Bereiche zuständig, in die das Angebot fällt. Beide Ressorts sind mit der Kompetenzstelle gegen Cybergewalt verbunden, da das Projekt sowohl frauenpolitische als auch digitalisierungspolitische Aspekte vereint.

Digitale Gewalt gegen Frauen als wachsendes Problemfeld

Digitale Gewalt gegen Frauen umfasst grundsätzlich unterschiedliche Formen der Belästigung und Bedrohung im Internet, etwa Stalking über soziale Netzwerke, das unerlaubte Verbreiten privater Bilder, Überwachung mittels Spyware auf Smartphones oder Erpressungsversuche mit privaten Daten. Solche Vorfälle können erhebliche psychische Belastungen nach sich ziehen und wirken sich häufig auch auf das reale Leben der Betroffenen aus, etwa im beruflichen Umfeld oder im sozialen Nahbereich.

Beratungsstellen, die sich auf dieses Themenfeld spezialisieren, stehen üblicherweise vor der Herausforderung, technisches Wissen mit psychosozialer Unterstützung zu verbinden. Betroffene benötigen häufig sowohl Hilfe bei der Sicherung digitaler Beweise oder beim Schutz eigener Geräte als auch Beratung zu rechtlichen Schritten und emotionaler Unterstützung. Eine enge Zusammenarbeit zwischen IT-Sicherheitsstellen, Opferschutzeinrichtungen und Verwaltungsstrukturen gilt daher allgemein als sinnvoller Ansatz, um Betroffenen möglichst umfassend zu helfen.

Der eGovernment-Award ist eine internationale Auszeichnung, mit der Projekte im Bereich der digitalen Verwaltung und Staatsmodernisierung gewürdigt werden. Kategorien solcher Wettbewerbe orientieren sich häufig an Themen wie Bürgerservice, Datenschutz, Verwaltungseffizienz oder gesellschaftlicher Innovation. Auszeichnungen in diesem Bereich sollen in der Regel sichtbar machen, wie öffentliche Institutionen digitale Werkzeuge nutzen, um gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen und Verwaltungsleistungen bürgernäher zu gestalten.