Wien verdient 1,2 Millionen Euro mit Hydranten – auch für private Pools

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

Dieses Thema Freunden empfehlen

Wien nutzt städtische Hydranten für Bewässerung, Poolbefüllung und mehr

In Wien gibt es rund 13.000 städtische Hydranten. Sie dienen längst nicht mehr ausschließlich der Feuerbekämpfung, sondern werden für verschiedene Zwecke genutzt, von der Trinkwasserversorgung im öffentlichen Raum bis zur privaten Poolbefüllung.

Rund 175 Trinkbrunnen und Sprühstelen, darunter die sogenannten Sommerspritzer und Brunnhilden, werden aus Hydranten gespeist. Hinzu kommen rund 1.600 hydrantenähnliche Trinkbrunnen im Stadtgebiet.

Bewässerung von Grünflächen und Weinbergen

Städtische Bewässerungsmobile laden ihre Tanks direkt an Hydranten auf. Auch die Wiener Weinberge werden mit Wasser aus dieser Quelle bewässert. Das städtische Weingut Cobenzl hat dafür ein unterirdisches Bewässerungssystem an Hydranten angeschlossen. Zudem beziehen rund 20 private Weinbauern in Döbling Wasser für ihre Reben aus Hydranten. Die Kosten dafür liegen bei 12,36 Euro pro Hektar, hinzu kommt eine einmalige Gebühr von 56,67 Euro für Leihmaterialien.

Private Nutzung mit Bewilligung möglich

Auch private Poolbefüllungen über Hydranten sind in Wien möglich, sofern eine entsprechende Bewilligung vorliegt. Für einen Pool mit einer Füllmenge von 40.000 Litern fallen dabei rund 140 Euro an, einschließlich Grundpauschale, Leihgebühr und Verbrauch. Zum Vergleich: Dieselbe Wassermenge über den regulären Hausanschluss kostet inklusive Kanalgebühr etwa 190 Euro.

Im Jahr 2025 wurden insgesamt rund 600 Hydranten-Bewilligungen erteilt. Etwa 60 Prozent davon entfielen auf Bauwasser für Baustellen. Der übrige Anteil verteilt sich auf Veranstaltungen, Filmdreharbeiten und Poolbefüllungen. Aus diesen Bewilligungen nahm die Stadt Wien insgesamt 1,2 Millionen Euro ein.