Neue Warnschilder am Wiener Westbahnhof sollen Rotgänger aufmerksam machen
Am Europaplatz beim Wiener Westbahnhof wurden vor rund einem Monat neue Warnschilder aufgestellt. Sie richten sich an Fußgänger, die bei Rot über die Straße gehen, und zeigen ein Symbolbild mit dem Kreideumriss einer Person auf einem Zebrastreifen.
Die Tafeln befinden sich beidseitig an einer Kreuzung am Europaplatz, die von Straßenbahnen zum Bahnhof führt. Laut der Magistratsabteilung für Verkehrsorganisation MA46 handelt es sich dabei um eine Unfallhäufigkeitsstelle, an der es wiederholt zu Unfällen kommt – insbesondere weil Passanten die Ampel bei Rot überqueren. Ein Sprecher der MA46 wies darauf hin, dass die Kreuzung bereits durch Ampelanlage und Schutzweg geregelt ist.
VCÖ hält Schilder für keine geeignete Lösung
Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) bewertet die zwei Schilder kritisch. Ein VCÖ-Sprecher fordert stattdessen bauliche Maßnahmen, um Gefahrenstellen zu entschärfen. Ob die Warnschilder tatsächlich zu weniger Unfällen führen, kann die MA46 nach eigenen Angaben erst in rund einem Jahr beurteilen.
Ein vergleichbares Schild in abgewandelter Form steht seit September 2025 bereits bei der U1-Station Kagraner Platz. Weitere ähnliche Beschilderungen an Wiener Kreuzungen sind laut MA46 derzeit nicht geplant.








