Wiens Ringradweg wird bis 2030 komplett neu gestaltet – Radlobby warnt vor gefährlichen Kreuzungen

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Der Ringradweg in Wien, einer der meistgenutzten Radverkehrswege der Stadt, soll bis 2030 komplett neugestaltet werden. Die derzeitige Streckenführung stammt noch aus den 1980er Jahren. Ab Oktober beginnt die Neugestaltung des ersten Abschnitts vom Kai bis zur Universität, weitere Abschnitte folgen ab 2027.

Erster Bauabschnitt startet im Oktober

Am Schottenring werden derzeit noch Wasserrohre getauscht, bevor im Oktober der erste Abschnitt des Ringradwegs zwischen Kai und Universität neugestaltet wird. In diesem Bereich entstehen 900 Quadratmeter neue Grünflächen, zwölf Bäume werden gepflanzt und rund 60 neue Sitzgelegenheiten errichtet. Ab 2027 sollen dann der Universitäts-, Park-, Schubert- und Stubenring folgen, bis das gesamte Projekt bis 2030 abgeschlossen sein soll.

Rund 1,5 Millionen Radlerinnen und Radler sind jährlich am Ring unterwegs. Der Radweg zählt damit zu den am stärksten frequentierten Strecken im Wiener Radverkehrsnetz.

Kritik an gefährlichen Kreuzungen

An der Kreuzung beim Burgtheater ereigneten sich in den vergangenen drei Jahren 13 Unfälle. Die Radlobby bezeichnet diese Stelle als besonders gefährlich und sieht auch an der Kreuzung mit der Johannesgasse Handlungsbedarf. Valentin Eisendle, Sprecher der Radlobby, fordert von der Stadt sofortige Maßnahmen zur Entschärfung gefährlicher Stellen entlang der Strecke.

Die Stadt plant nach aktuellem Stand jedoch keine baulichen Maßnahmen mehr bis zum Totalumbau der betroffenen Abschnitte. Zwischenzeitliche Verbesserungen an den kritisierten Kreuzungen sind demnach vor der geplanten Neugestaltung nicht vorgesehen.

Unfallschwerpunkte im Straßenverkehr

Grundsätzlich entstehen Unfallschwerpunkte im Radverkehr häufig an Kreuzungen, an denen mehrere Verkehrsströme aufeinandertreffen und die Sichtbeziehungen zwischen Rad-, Auto- und Fußverkehr eingeschränkt sind. Bei innerstädtischen Ringstraßen kommt hinzu, dass historisch gewachsene Straßenquerschnitte oft nicht für die heutigen Verkehrsmengen und die heutige Zahl an Radfahrenden ausgelegt sind.

Bauliche Umgestaltungen solcher Kreuzungen erfordern in der Regel umfangreiche Planungs- und Abstimmungsprozesse, da neben verkehrstechnischen auch stadtgestalterische, denkmalschützerische und infrastrukturelle Aspekte berücksichtigt werden müssen. Das gilt insbesondere für sensible Bereiche wie den Wiener Ring, der von historischer Bausubstanz geprägt ist. Provisorische Maßnahmen wie temporäre Markierungen oder Ampelanpassungen werden bei vergleichbaren Vorhaben mitunter als Übergangslösung genutzt, bis eine endgültige beauliche Neugestaltung umgesetzt werden kann.

Die für den Ringradweg zuständige Mobilitätsagentur Wien begleitet Radverkehrsprojekte in der Stadt üblicherweise von der Planung bis zur Umsetzung und ist auch in Verkehrssicherheitsfragen eine zentrale Ansprechstelle.

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