Zweig-Villa in Salzburg: Bürgermeister lehnt Kauf ab – Streit um Privattunnel für Porsche-Anwesen
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Zweig-Villa in Salzburg: Bürgermeister schließt Kauf aus – politische Debatte um Tunnelgenehmigung

Salzburgs Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) hat einen Ankauf der sogenannten Zweig-Villa, auch bekannt als Paschinger Schlössl, durch die Stadt Salzburg ausgeschlossen. Als Grund nannte er finanzielle Überlegungen. Auslöser der neuerlichen Debatte ist ein Verkaufsinserat auf einer französischen Luxusimmobilienplattform, das von einem Porsche-Immobilienmanager bestätigt wurde.

Das Anwesen befindet sich im Besitz von Wolfgang Porsche, der die Villa im Jahr 2020 um 8,4 Millionen Euro erworben und renovieren ließ. Das Objekt umfasst zwölf Zimmer auf 616 Quadratmetern Wohnfläche sowie einen Garten mit 7.816 Quadratmetern. Die Villa war früher im Besitz des Schriftstellers Stefan Zweig, der 1934 aus Salzburg nach Großbritannien flüchtete.

Tunnelgenehmigung im Mittelpunkt der Kritik

Die Stadt Salzburg hatte im Vorjahr den Bau einer unterirdischen Parkgarage samt einem 500 Meter langen privaten Zufahrtstunnel auf öffentlichem Grund genehmigt. Die betroffenen Grundstücke stehen im Eigentum der Stadt. Für das Vorhaben war eine raumordnungsrechtliche Einzelbewilligung erforderlich, da der Bau im Grünland liegt. Die Genehmigung ist rechtlich an die Immobilie gebunden und gilt unabhängig vom jeweiligen Eigentümer. Eine Bauverhandlung hat bislang noch nicht stattgefunden. Das Projekt muss bis Ende 2028 abgeschlossen sein, andernfalls erlischt die Bewilligung.

Das Verkaufsinserat auf der französischen Plattform bewirbt den bereits genehmigten Tunnel samt Garage ausdrücklich als Verkaufsargument. Klubobfrau Ingeborg Haller von der Grünen Bürgerliste erklärte gegenüber der APA, das immerwährende Recht für die Tunnelanlage stelle eine erhebliche Wertsteigerung der Immobilie dar. Die Grüne Bürgerliste forderte daraufhin die Prüfung einer Rückabwicklung der Tunnelgenehmigung. Die Pläne für das Bauvorhaben hatten bereits zuvor zu politischen Diskussionen und Protesten von Aktivisten geführt.

Unterschiedliche Positionen im Stadtparlament

Vizebürgermeister Florian Kreibich (ÖVP) sprach sich dafür aus, einen möglichen Kauf der Villa zumindest zu prüfen. NEOS, KPÖ und Liste Salz erklärten hingegen, für eine solche Investition stehe kein Geld zur Verfügung. Bereits 2019 hatte es Überlegungen gegeben, die Villa zu erwerben und in ein Zweig-Museum umzuwandeln; der Kaufpreis war damals als zu hoch eingestuft worden.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.