Amazon investiert 70 Millionen Euro in erstes oberösterreichisches Verteilzentrum: Linz und Umgebung im Fokus
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Amazon errichtet erstes Verteilzentrum in Oberösterreich

Amazon baut im Gewerbegebiet Ennshafen in Enns im Bezirk Linz-Land ein neues Verteilzentrum für den Großraum Linz und die umliegende Region. Das Investitionsvolumen beträgt rund 70 Millionen Euro.

Die Inbetriebnahme des Standorts ist für das Frühjahr 2027 geplant. Laut Unternehmen sollen durch das Verteilzentrum in Enns mehr als 100 Arbeitsplätze entstehen.

Funktion des neuen Standorts in Enns

Verteilzentren bereiten Pakete für die Zustellung vor und übergeben sie anschließend an lokale Lieferpartner. Diese Beschreibung der Abläufe stammt aus den Presseunterlagen zum Spatenstich von Jordan Kremnitzer, Regionalleiter für Österreich bei Amazon Logistics.

Beim Spatenstich für das Verteilzentrum in Enns waren unter anderem Valentin Oswald, Niederlassungsleiter bei Goldbeck Rhomberg, der Ennser Bürgermeister Christian Deleja-Hotko (SPÖ), Werner Pamminger, Geschäftsführer von Business Upper Austria, sowie Jordan Kremnitzer anwesend.

Verkehrsanbindung und Infrastruktur

Amazon errichtet entlang der Mainstraße in Enns einen Radweg und für die Stadtgemeinde Enns eine neue Bushaltestelle. Bürgermeister Christian Deleja-Hotko nennt als Vorteil des Projekts die Entstehung neuer Arbeitsplätze.

Deleja-Hotko verweist zugleich auf Bedenken in der Bevölkerung hinsichtlich einer möglichen Zunahme des Verkehrs. Nach seinen Angaben gibt es eine Vereinbarung, wonach der Lieferverkehr des Verteilzentrums nicht durch das Stadtgebiet von Enns führen wird.

Weitere mögliche Ansiedlungen in Oberösterreich

Amazon sucht in Oberösterreich laut Angaben des Unternehmens auch nach weiteren möglichen Standorten. Pläne für eine mögliche Großinvestition von 500 Millionen Euro in Reichersberg im Bezirk Ried im Innkreis wurden vom Unternehmen bisher nicht offiziell bestätigt. Der mögliche Standort liegt unweit der Grenze zu Bayern.

In Reichersberg tritt der Gemeinderat zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, die an einem Donnerstagabend stattfindet. Laut Bürgermeister Bernhard Öttl soll dabei entschieden werden, ob die Wirtschaftspark Innviertel Reichersberg GmbH Verhandlungen über eine Betriebsansiedlung mit einem Interessenten aufnimmt. Öttl nennt den Namen des Interessenten nicht ausdrücklich.

Die Gemeinde Reichersberg hält 35 Prozent der Anteile an der Wirtschaftspark Innviertel Reichersberg GmbH, 65 Prozent gehören dem Gemeindeverband Interkommunale Betriebsansiedlung. Am Freitag nach der Gemeinderatssitzung in Reichersberg muss auch der Gemeindeverband über die Aufnahme von Verhandlungen beschließen.