ams-Osram sieht positive Entwicklung nach Fusion und richtet Geschäft neu aus
Mehr als fünf Jahre nach der Fusion von ams und Osram zieht der steirisch-deutsche Halbleiter- und Licht-Konzern ams-Osram eine positive Bilanz. Durch die Zusammenführung der Kompetenzen der Vorgängerunternehmen sieht der Konzern erste Erfolge und baut neue Geschäftsfelder auf.
Vorstandschef Aldo Kamper stellte in München zentrale Elemente der strategischen Ausrichtung vor. Demnach hat ams-Osram im LED-Lichtgeschäft an Marktanteilen gewonnen und setzt zugleich auf neue Anwendungen etwa im Automobil- und Augmented-Reality-Bereich.
Technologien wachsen zusammen
Kamper erklärte vor Journalisten, die Technologien von ams und Osram fingen an, „richtig zusammenzuwachsen“. Als Beispiel nannte er hochauflösende Scheinwerfer für Autos, die zu den Wachstumsprodukten des Konzerns zählen.
Laut Kamper wächst dieses Produkt sehr stark. Für 2028 stellte er in Aussicht, dass ams-Osram mit hochauflösenden Scheinwerfern erstmals mehr als 100 Millionen Euro Umsatz erzielen könne.
Neue Anwendungen und Umsatzpotenziale
Zu den neuen Produkten von ams-Osram gehören Komponenten für Augmented-Reality-Brillen. Diese Brillen projizieren Informationen aus dem Internet direkt in das Sichtfeld der Nutzerinnen und Nutzer.
Kamper bezifferte das Umsatzpotenzial der AR-Brille gegen Ende des Jahrzehnts auf einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag. Die neuen Geschäftsfelder sollten nach seinen Worten das Wachstum des Unternehmens tragen.
Sanierung und strategische Neuausrichtung
Der Niederländer Kamper führt ams-Osram seit drei Jahren. Zum Zeitpunkt seiner Übernahme wurde das Unternehmen als Sanierungsfall beschrieben. Die österreichische ams hatte sich zuvor mit der mehr als vier Milliarden Euro schweren Übernahme des Münchner Konzerns Osram Licht übernommen.
Die Krise verschärfte sich, als bekannt wurde, dass der langjährige Großkunde Apple nicht auf die MicroLEDs von ams setzen würde. Für diese Technologie hatte ams-Osram bereits eine eigene Fabrik im malaysischen Kulim gebaut. Diese MicroLED-Fabrik steht derzeit zum Verkauf.
Kamper sanierte ams-Osram nach eigenen Angaben durch den Verkauf von Unternehmensteilen und Stellenstreichungen. Das Geschäft mit nicht-optischen Sensoren ging für 570 Millionen Euro an den Rivalen Infineon.
Fokus auf Lichtgeschäft und Automobilindustrie
Die Strategie von Kamper zielt darauf ab, das Kerngeschäft mit LED-Scheinwerfern für Autos stabil zu halten. Auch das Geschäft mit traditionellen Halogen-Scheinwerfern für Autos soll stabil bleiben.
Laut Darstellung beliefert ams-Osram bei Automobil-Anwendungen praktisch alle Hersteller weltweit. Kamper betonte, ams-Osram werde ein wichtiger Licht-Spieler bleiben.
Im Bereich LED-Licht hat ams-Osram nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr den bisherigen Marktführer Nichia aus Japan überholt. Gleichzeitig heißt es, dass die Konzentration in der Branche zunimmt.
Das an der Schweizer Börse gelistete Unternehmen ams-Osram wird aktuell mit 870 Millionen Schweizer Franken bewertet, was im Bericht mit 946,5 Millionen Euro angegeben wird.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








