Arbeitsmarkt im März: Leichter Rückgang in Wien, Zunahme österreichweit
In Wien ist die Arbeitslosigkeit im März im Jahresvergleich leicht gesunken. Die Gesamtzahl der arbeitslosen Personen und der Personen in Schulung lag um 0,4 Prozent niedriger als im gleichen Monat des Vorjahres.
Österreichweit wurden Ende März 400.561 Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) als arbeitslos oder in Schulung registriert. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahresmonat einem Plus von 3.488 Personen.
Entwicklung in Wien
In Wien waren im März 127.702 Personen beim AMS als arbeitslos vorgemerkt, ein Anstieg um 2,5 Prozent im Jahresvergleich. Gleichzeitig ging die Zahl der Personen in Schulung um zehn Prozent auf 34.446 zurück.
Unterschiedlich entwickelte sich die Lage nach Altersgruppen: Die Zahl der über 50-Jährigen, die arbeitslos sind oder sich in Schulung befinden, stieg um vier Prozent. Bei den unter 25-Jährigen sank diese Zahl um 2,7 Prozent.
Branchenvergleich in Wien
Nach Branchen betrachtet erhöhte sich die Arbeitslosigkeit im Februar im Einzelhandel im Jahresvergleich um 6,2 Prozent. In der Warenproduktion wurde ein Anstieg von 7,6 Prozent verzeichnet.
In der Hotellerie und Gastronomie ging die Arbeitslosigkeit im Februar im Jahresvergleich um 0,3 Prozent zurück. Im Bau verringerte sie sich um 3,1 Prozent.
Situation von Asyl- und Schutzberechtigten
Die Zahl der Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten, die beim AMS gemeldet sind, ist deutlich zurückgegangen. Laut AMS-Wien-Chef Winfried Göschl sind derzeit etwa 29.000 Personen mit Asyl oder subsidiärem Schutz beim AMS vorgemerkt, um 14,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Zusätzlich sind nach seinen Angaben rund 5.000 Menschen aus der Ukraine beim AMS vorgemerkt. Die Zahl der gemeldeten Vertriebenen aus der Ukraine ist laut Bericht konstant, derzeit nehmen etwa ebenso viele Personen einen Job auf, wie neu hinzukommen. Insgesamt bleibt die Zahl der beim AMS gemeldeten Ukraine-Vertriebenen damit ungefähr gleich.
Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte haben in den vergangenen zwölf Monaten laut Göschl 14.900 neue Jobs aufgenommen, was einer Steigerung von knapp zehn Prozent entspricht. Bei den Ukraine-Vertriebenen ist die Zahl der Jobaufnahmen im selben Zeitraum um fast 70 Prozent gestiegen. Insgesamt steigen laut Bericht die Arbeitsaufnahmen bei Asyl- und subsidiär Schutzberechtigten, während die Zahl der neu hinzukommenden Personen in diesen Gruppen in den vergangenen Monaten deutlich kleiner geworden ist.
Entwicklung österreichweit
Auf Bundesebene verzeichnet das AMS unterschiedliche Entwicklungen nach Geschlecht. Die Zahl der arbeitslosen Männer ist österreichweit gesunken, während die Zahl der arbeitslosen Frauen gestiegen ist.








