Hohe Standortkosten setzen AUA-Kurzstrecken unter Druck
Am Luftfahrtstandort Wien steht das Streckenangebot der Austrian Airlines (AUA) nach Angaben von Unternehmenschefin Annette Mann unter Kostendruck. Sie verweist auf ein im europäischen Vergleich hohes Kostenumfeld und mögliche Folgen für Kurzstreckenverbindungen.
Mann bezeichnet Wien als Europas zweitteuersten Luftfahrtstandort. Gleichzeitig sei das Einzugsgebiet klein, es gebe quasi keine Industrie und relativ wenig Geschäftsreisende, während der Touristenanteil hoch sei. Hinzu kämen hohe Lohnkosten und eine hohe Steuerbelastung, die laut Mann zu doppelt so hohen Standortkosten wie im EU-Schnitt führten.
Kosten und mögliche Auswirkungen auf das Streckennetz
Mann betont, die hohen Kosten müssten in den Griff bekommen werden, sonst werde man vielleicht irgendwann „in Schönheit sterben“. Ohne Kostensenkung müsse die AUA eher über Schrumpfung als über Wachstum und über die Einstellung von Strecken sprechen. Besonders stark wären dabei laut Bericht Bundesländerverbindungen und andere sehr kurze Strecken betroffen.
Die AUA-Mutter Lufthansa könne demnach sehr rasch Flugzeuge von Wien abziehen. Die österreichische Tochter bekomme derzeit nur „Standardflugzeuge“, die jederzeit an einen anderen Standort verlagert werden könnten.
Angebot für Wachstum bei besseren Rahmenbedingungen
Mann spricht von einem Angebot der AUA, das Wachstumschancen bei verbesserten Standortbedingungen aufzeigen soll. Konkret umfasst dieses Angebot ein 13. und 14. Langstreckenflugzeug, verbunden mit 700 hochwertigen Arbeitsplätzen. Sie habe den Eindruck, dass dieses Angebot im Moment von allen gewollt werde.
Auch Ryanair-Chef Michael O’Leary stellt dem Bericht zufolge bei Kostensenkungen die Stationierung weiterer Flugzeuge in Wien in Aussicht. Er habe bereits Flugzeuge aus Wien abgezogen, weil ihm die Kosten zu hoch seien, und beschimpfe öffentlich die Politik. Mann will stattdessen alle Beteiligten zusammenbringen.
Billigticket als Reaktion auf Online-Markt
Vor kurzem hat die AUA angekündigt, ein Billigticket ohne Koffermitnahme anzubieten. Dieses Produkt sei laut Mann vor allem dafür gedacht, in Vergleichsportalen mit einem günstigen Angebot weit oben gereiht zu werden. Rund 75 Prozent der AUA-Tickets würden außerhalb Österreichs verkauft, häufig über Preisvergleichsportale.
Mann zufolge muss die AUA in Online-Vergleichsportalen mit einem Einstiegstarif auf den ersten drei bis fünf Plätzen präsent sein, sonst sei sie dort „raus“. Kunden überlegten erst im zweiten Schritt, ob sie Handgepäck brauchen, einen Sitz reservieren wollen oder ein Essen wünschen. Sie habe nicht die Illusion, dass sehr viele Menschen komplett ohne Gepäck fliegen, betont aber, dass die AUA auf Onlineportalen Einstiegspreise brauche, die „Äpfel mit Äpfeln“ vergleichen.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








