Autonomes Fahren in Österreich: Pilotprojekte mit fahrerlosen Bussen in vier Bundesländern geplant
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Österreich startet Pilotprojekte mit autonomen Bussen in vier Bundesländern

Österreich bereitet den Einsatz autonomer Busse in vier Regionen vor. Ab Ende 2027 sollen Pilotprojekte in Kärnten, der Steiermark, Oberösterreich und Tirol starten.

Die Fahrzeuge sind vor allem für die sogenannte letzte Meile zum öffentlichen Verkehr vorgesehen und sollen Fahrgäste zu Bahnhöfen und anderen wichtigen Knotenpunkten bringen.

Pilotregionen und Einsatzgebiete

Mobilitätsminister Peter Hanke (SPÖ) gab am Mittwoch bekannt, dass in den vier Bundesländern Kärnten, Steiermark, Oberösterreich und Tirol entsprechende Pilotprojekte starten. Eine der Pilotregionen ist St. Paul im Lavanttal an der Koralmbahn. Dort sollen Fahrgäste künftig von den Ortszentren in St. Paul und bis St. Andrä zum Bahnhof und wieder zurück mit autonomen Bussen fahren können.

In Kärnten gibt es bereits zwei Regionen mit autonomen Shuttle-Fahrzeugen in Pörtschach und Klagenfurt. Weitere Testregionen für autonome Busse sind in Oberösterreich und Tirol vorgesehen. Zudem sollen die Fahrzeuge auch im Bereich des Bahnhofs Weststeiermark getestet werden. In einem verlinkten Beitrag wird Innsbruck als Modellregion für fahrerlose Busse genannt.

Technische Eckdaten und Testfahrzeuge

Der TORUS-Bus des Unternehmens ALP-Lab wird in vier Modellregionen in Österreich automatisiertes Fahren testen. Nach Angaben von Christoph Knauder, Direktor der ALP-Lab-Gesellschaft, die das Projekt entwickelt, sind in der Region St. Paul im Lavanttal sieben Meter lange Busse mit einer Kapazität von bis zu 30 Fahrgästen geplant. Pro Fahrzeug sind 15 Sitz- und 15 Stehplätze vorgesehen.

In St. Paul im Lavanttal sollen zwei autonome Busse eingesetzt werden. Sie sollen Strecken zwischen zwei und 15 Kilometern übernehmen und die Verbindung vom Ortszentrum St. Paul oder St. Andrä bis zum Bahnhof herstellen.

Sicherheitskonzept und Betriebsablauf

Bis Ende 2030 sollen die Fahrten mit den autonomen Bussen unter Aufsicht stattfinden. Nach Angaben von Christoph Knauder ist vorerst immer eine Sicherheitsfahrerin an Bord. Diese Begleitung soll schrittweise aus dem Fahrzeug herausgenommen werden.

Im Zusammenhang mit dem Betrieb wird Sicherheit als oberste Prämisse bezeichnet. Den Angaben zufolge sollen die automatisierten Busse deutlich vorsichtiger als Menschen fahren. Das Fahrzeug soll weiter vorausschauen, schneller reagieren und sich vorab auf Verkehrssituationen vorbereiten können. An Stellen mit blockierter Sicht soll es entsprechend vorsichtig fahren, wodurch das Potenzial für einen Unfall reduziert sein soll.