Bau des ersten Großraum-Batteriespeichers in Salzburg beginnt: Hoffnungsträger oder Konfliktherd?
Dieses Thema Freunden empfehlen

Arbeiten an erstem Großraum-Batteriespeicher in Salzburg starten

In Oberndorf im Flachgau beginnen an einem Mittwoch die Arbeiten am ersten Großraum-Batteriespeicher im Bundesland Salzburg. Die Anlage soll vor allem Strom aus erneuerbaren Energiequellen zwischenspeichern.

Der Batteriespeicher in Oberndorf ist in mehreren großen Blöcken geplant und soll bis zu 36 Megawattstunden Energie aufnehmen können. Vergleichbare Projekte für Großraum-Batteriespeicher haben in anderen Gemeinden bereits zu Konflikten geführt.

Projekt in Golling vorerst auf Eis

In Golling im Tennengau liegt ein weiteres Vorhaben für einen Batteriespeicher derzeit auf Eis. Es geht um ein Projekt auf einer Fläche von rund 9.000 bis 10.000 Quadratmetern. Die geplanten Stromspeicher sollen dort viel Platz beanspruchen.

Der Gollinger Bürgermeister Dietrich Martin (SPÖ) würde das Projekt in seiner Gemeinde gern verhindern und hat es vorerst gestoppt. Er sieht derzeit keinen Sinn darin, dem Batteriespeicher-Projekt eine Genehmigung zu erteilen. Die Gemeinde will auf eine angekündigte neue Regelung des Landes warten, bevor weiter entschieden wird.

Für die geplanten Stromspeicher in Golling sind laut Angaben keine Arbeitsplätze vorgesehen, zudem würde keine Kommunalsteuer anfallen. Die Speicheranlage ist im Grünland geplant.

Rechtslage und angekündigte Änderungen

Die für das Gollinger Projekt vorgesehenen Speichercontainer gelten rechtlich nicht als Bauwerke, sondern als mobil. Sie können theoretisch jederzeit wieder abtransportiert werden. Nach derzeitiger Einschätzung hat die Gemeinde Golling keine rechtliche Handhabe gegen das Projekt.

Der für Raumordnung zuständige Landesrat Martin Zauner (FPÖ) hat eine Änderung der Rechtslage noch vor dem Sommer angekündigt. Die geplante Neuregelung soll den Gemeinden in derartigen Fällen das letzte Wort einräumen.