Bauernproteste in Wien: Für Herkunftskennzeichnung und Abbau bürokratischer Hürden
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Bauern demonstrieren in Wien für bessere Zukunftsperspektiven

In Wien haben am Mittwoch Hunderte Bauern für bessere Zukunftsperspektiven in der Landwirtschaft demonstriert. Zu den Protesten auf der Ringstraße hatte der neu gegründete Verein „Bündnis Zukunft Landwirtschaft“ aufgerufen.

Die Kundgebung startete um 13.00 Uhr vor dem Landwirtschaftsministerium, die Abschlusskundgebung fand vor dem Parlament statt. Entlang der Route waren laut Organisatoren mehr als 200 Traktoren am Demozug beteiligt.

Forderungen nach Kennzeichnung und weniger Bürokratie

Zu den zentralen Anliegen der Demonstrierenden zählt eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung bei verarbeiteten Lebensmitteln. Zudem wird der Abbau bürokratischer Hürden gefordert.

Auf Tafeln im Demozug waren unter anderem die Sprüche „Ist der Bauer ruiniert, wird Dein Essen importiert“ und „Wir sichern Eure Ernährung!“ zu lesen. Ziel der Versammlung ist nach Angaben des „Bündnis Zukunft Landwirtschaft“ ein gemeinsamer Schulterschluss der landwirtschaftlichen Interessenvertretungen, um auf die angespannte wirtschaftliche Lage der Betriebe aufmerksam zu machen.

Neuer Verein als Initiator

Der Verein „Bündnis Zukunft Landwirtschaft“ mit Sitz in Pamhagen (Bezirk Neusiedl am See) wurde Anfang März in das Vereinsregister eingetragen und wird als unabhängige Plattform bezeichnet. Laut Vereinsgründer Sebastian Bauer agiert der Verein überparteilich und wolle sich nicht parteipolitisch vereinnahmen lassen.

Bauer erklärte, man richte die Forderungen unter anderem an das Landwirtschafts-, Wirtschafts- und Gesundheitsministerium. Das „Bündnis Zukunft Landwirtschaft“ sieht angesichts steigender Kosten für Diesel und Dünger sowie stagnierender Preise für landwirtschaftliche Produkte die Existenz vieler Höfe als gefährdet an.

Reaktionen aus Politik und von Umweltorganisation

Im Vorfeld der Demonstration haben Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig, der ÖVP-Bauernbund, die FPÖ und Greenpeace Verständnis für die Anliegen der Bauern gezeigt. Totschnig bezeichnete die vom „Bündnis Zukunft Landwirtschaft“ geäußerten Forderungen als völlig berechtigt und sprach mit den Organisatoren im Landwirtschaftsministerium über deren Anliegen.

Der Minister hat zuletzt die Wiedereinführung der Ende 2025 ausgelaufenen Diesel-Steuerbegünstigung für Landwirte sowie ein Aussetzen der CO2-Grenzsteuer auf Düngemittel gefordert. Bauernbund-Präsident Georg Strasser erklärte, entscheidend sei jetzt der Schulterschluss, damit rascher Ergebnisse für Bäuerinnen und Bauern und für die Bevölkerung erzielt werden können.

Die FPÖ unterstützt die Bauernproteste. FPÖ-Landwirtschaftssprecher Peter Schmiedlechner erklärte, die FPÖ stelle sich zu 100 Prozent hinter die Anliegen der Plattform „Bündnis Zukunft Landwirtschaft“. Greenpeace fordert erneut von Landwirtschaftsminister Totschnig eine verpflichtende Herkunfts- und Haltungskennzeichnung.

Die Demonstration und der Demozug fanden am Mittwoch, 1. April 2026, auf der Wiener Ringstraße statt.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.