„Bee Wild Studie“ zeigt Zunahme der Artenvielfalt auf Testflächen
In Graz sind am Dienstag erste Ergebnisse der „Bee Wild Studie“ vorgestellt worden. Die Untersuchung soll positive Auswirkungen der Artenvielfalt sichtbar machen und läuft seit 2024.
Die Präsentation der Zwischenergebnisse fand im botanischen Garten der Universität Graz statt. Geleitet wird die Studie von Kathrin Grobbauer.
Ziel der „Bee Wild Studie“ ist es, Biodiversität messbar zu machen. Dazu wurden auf zwölf Anbauflächen in ganz Österreich alle vorhandenen Pflanzenarten, Blüten und Insekten erfasst. Die Zählungen fanden einmal vor und zweimal nach der Bepflanzung mit artenreichen Saatgutmischungen statt.
Auf den Testwiesen nehme die Biodiversität deutlich zu, heißt es aus dem Projekt. Laut Studienleiterin Grobbauer gibt es mittlerweile ungefähr das 37‑fache an Nahrungsangebot im Vergleich zum Vorzustand. In einer Bienenweide seien demnach rund 20 verschiedene Arten zu finden, die sie als „Autobahn für Insekten“ beschreibt.
Hintergrund der Untersuchung ist, dass seit 1970 rund 70 Prozent der Bestäuber verschwunden sind. Genannt wird mangelnde Artenvielfalt als ein Grund für diese Entwicklung. Zudem wird festgehalten, dass die Strukturvielfalt auf landwirtschaftlichen Nutzflächen stark zurückgegangen ist.
Gefordert wird mehr Abwechslung und Struktur in der Landwirtschaft, etwa durch Elemente wie Haken, Totholz und mehr Vielfalt auf den Flächen. Betont wird, dass Strukturvielfalt wieder benötigt wird. Als übergeordnete Ziele werden die Stärkung der heimischen Landwirtschaft und die Verringerung der Abhängigkeit von Importen genannt.








