Bergführertreffen in Obertauern: Zwischen Risikomanagement, Bürokratie und atemlosen Höhen
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Internationales Bergführertreffen in Obertauern im Zeichen von Risiko-Management und Bürokratie-Debatte

In Obertauern im Gebiet Pongau/Lungau findet an diesem Wochenende ein internationales Treffen von staatlich geprüften Berg- und Skiführern statt. Parallel dazu werden die 51. Bergführermeisterschaften ausgetragen.

Mehr als hundert Männer und Frauen aus acht Nationen nehmen an der Veranstaltung teil, darunter viele Österreicher und Schweizer. Ein zentrales Thema ist das Risiko-Management im Bergsport vor dem Hintergrund eines Winters mit vielen Lawinen-Unfällen.

Risiko-Management und neue Techniken

Im Rahmen des Treffens werden Fortbildungseinheiten zu modernen Führungstechniken im Bergsport angeboten. Außerdem werden administrative Hintergründe des Bergsports behandelt.

Clemens Wesenauer, Vizepräsident des Salzburger Bergsportführerverbandes, erklärt, dass es in diesem Winter in Frankreich, der Schweiz und Österreich ungünstige Schneedecken gegeben habe. Er verweist auf neue Entwicklungen bei Schneedecken-Untersuchungen und in der Seiltechnik.

Kritik an Bürokratie und internationale Mobilität

Beim Treffen in Obertauern gibt es Kritik an staatlichen Bürokratien, die nach Ansicht von Beteiligten den Bergsport behinderten. Urs Wellauer, Präsident des internationalen Bergführerverbandes, bezeichnet die Mobilität und das internationale Arbeiten-Dürfen von Bergführern als größte Herausforderung.

Wellauer kritisiert eine zunehmende Bürokratie in allen Staaten und verweist in diesem Zusammenhang auf bekannte Probleme zwischen der Schweiz und der EU.

Mehr Menschen in den Bergen, stabile Unfallzahlen

Nach Angaben aus dem Fachbereich zieht es immer mehr Menschen ins freie Gelände der Berge. Viele seien dabei körperlich, technisch und ausrüstungsmäßig schlecht vorbereitet.

Wolfgang Russegger-Holzer, Präsident der Salzburger Bergführer, berichtet, die Zahlen zeigten, dass immer mehr Menschen in die Berge gingen, die Unfallzahlen aber dennoch durchschnittlich blieben. Er führt dies auf gute Ausbildung und die Arbeit alpiner Vereine zurück. Diese nähmen weniger Erfahrene mit in die Berge und leiteten sie an.

Bedeutung für den Tourismus

Mona Maier, Tourismus-Direktorin in Obertauern, bezeichnet Berg- und Skiführer als Experten in den Bergen. Gästen werde empfohlen, einen Bergführer zu buchen, wenn sie extremere Unternehmungen planen.

Rita Christen, Leiterin des Schweizer Fachverbands der Bergführer, beschreibt das Treffen in Obertauern als entspannt. Der älteste Teilnehmer ist 83 Jahre alt.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.