Bildungsdirektion plant: Schärfere Konsequenzen und Begleitung bei Mobbing-bedingten Schulsuspendierungen
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Neue Regeln für Schulsuspendierungen bei Mobbing geplant

Mobbing an Schulen hat für die beteiligten Schülerinnen und Schüler bislang nicht in allen Fällen schulrechtliche Konsequenzen. Die Bildungsdirektion plant, die Regeln für Suspendierungen bis zum Beginn des kommenden Schuljahres zu ändern.

Auslöser der aktuellen Debatte ist eine Podiumsdiskussion des ORF-Vorarlberg am Donnerstagabend. Dort wurde kritisiert, dass Suspendierungen derzeit nur bei schwerwiegenden Einzeltaten ausgesprochen werden können.

Ausweitung der Gründe für Suspendierungen

Bislang führten laut Bildungsdirektion vor allem einzelne, gravierende Handlungen zu einer Suspendierung vom Unterricht. Dazu zählen körperliche Angriffe, Selbstgefährdung sowie mutwillige Sachbeschädigung.

Christian Kompatscher von der Bildungsdirektion erklärte, diese bisherigen Gründe reichten nicht mehr aus. Mit einem neuen Gesetz solle künftig auch eine Aneinanderreihung von Schikanen für eine Suspendierung genügen.

Hintergrund ist, dass sich Mobbing nach Darstellung im Beitrag nicht immer in einer großen Einzeltat zeigt, sondern oft durch mehrere Einzelsituationen. Einzelne Vorfälle würden für sich allein gesehen möglicherweise nicht für eine Suspendierung ausreichen, eine Häufung solcher Situationen solle aber zukünftig einen Suspendierungsgrund darstellen.

Begleitung während der Suspendierung

Parallel zu Suspendierungen ist eine gesetzlich verpflichtende Begleitung für suspendierte Schülerinnen und Schüler vorgesehen. Eine Suspendierung dauert in der Regel drei bis vier Wochen.

Laut Kompatscher soll in dieser Zeit auch mit den betroffenen Klassen gearbeitet werden. Ziel ist es, die Klassengemeinschaft zu stärken und zu verhindern, dass der zurückkehrende Schüler oder die zurückkehrende Schülerin den nächsten Vorfall provoziert.

Nach Angaben der Bildungsdirektion wird derzeit intensiv an einem neuen Konzept gearbeitet. Dieses soll ab dem 1. September 2026 gelten.

Forderungen der Opposition

Nach der ORF-Diskussion zum Thema Mobbing forderte die Opposition am Freitag einen „Runden Tisch“ mit der Landesregierung, Fachleuten und Jugendlichen. Sie verlangt außerdem mehr Ressourcen für das Thema Mobbing.

Darüber hinaus spricht sich die Opposition dafür aus, Lehrpersonen gezielt zum Thema Mobbing auszubilden.