Bock-Preis 2026: Geflüchteter aus Kärnten ausgezeichnet
In Wien ist am Donnerstag der „Bock-Preis“ des Flüchtlingsprojekts Ute Bock an die engagiertesten Geflüchteten des Landes verliehen worden. Einer der Geehrten ist der in Kärnten lebende Ibrahim Rasool aus Klagenfurt.
Der Bock-Preis würdigt außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement von geflüchteten Menschen in Österreich und ist mit jeweils 600 Euro dotiert. Die Auszeichnung wird von der Fogarassy Privatstiftung gestiftet und steht unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Alexander Van der Bellen.
Ibrahim Rasool ist gebürtiger Afghane und kam 2022 nach Österreich. Er wurde von mehreren Vereinen für seinen Einsatz für den Bock-Preis nominiert. Beim SK Austria Klagenfurt trainiert er ehrenamtlich Frauen- und Mädchen-Teams und bringt dabei auch seine Expertise als FIFA-Schiedsrichter ein.
Darüber hinaus ist Rasool für SOS Balkanroute und den Verein Kärnten Andas aktiv. Er unterstützt Sammelaktionen dieser Organisationen und ist in der Aufklärungsarbeit tätig. Dabei berichtet er auch über eigene Erfahrungen aus Flüchtlingslagern wie Moria und Bihac.
Zur Jury des Bock-Preises gehören die Menschenrechtsexpertin Stephanie Krisper, Moderatorin Barbara Stöckl, die ehemalige Skirennläuferin und Menschenrechtsaktivistin Nicola Werdenigg, Aktivistin und Künstlerin Asma Aiad sowie Springboard-Gründer Robert Gulla. In diesem Jahr wurden neben Ibrahim Rasool auch Hamdi Abdullahi Hassan aus Somalia, Aziz Mohammadi aus Afghanistan und Oleg Cherednychenko aus der Ukraine für ihr vielfältiges zivilgesellschaftliches Engagement ausgezeichnet.
Insgesamt gab es damit vier Preisträger des Bock-Preises 2026. Die Verleihung fand vor über 120 Gästen statt und wurde musikalisch von der Sängerin Filiah begleitet. Der Preis, der zuvor „Bock For You“ hieß, wurde 2019 anlässlich des ersten Todestags von Ute Bock ins Leben gerufen.








