Mehr Jahresfischerkarten in Salzburg – Sorge um heimische Fischbestände
Im Bundesland Salzburg ist die Zahl der Fischereiberechtigten im Jahr 2025 deutlich gestiegen. Gleichzeitig wird über rückläufige Bestände heimischer Fischarten berichtet.
Nach Angaben des Salzburger Fischereiverbands erhalten dabei insbesondere Jugendliche einen immer größeren Stellenwert.
Rekord bei Jahresfischerkarten und mehr junge Prüflinge
Im Jahr 2025 wurden in Salzburg mehr als 11.000 Jahresfischerkarten ausgegeben. Mit 11.100 Jahresfischerkarten wurde ein Höchststand erreicht, die Zahl war so hoch wie noch nie zuvor. Davon entfielen 638 auf Neuausstellungen.
Zur Fischereiprüfung sind im Jahr 2025 in Salzburg 761 Personen erstmals angetreten. Die Prüfung kann bereits ab einem Alter von elf Jahren abgelegt werden. Nach Angaben des Salzburger Fischereiverbands entdecken immer mehr Jugendliche ihre Begeisterung fürs Angeln. Etwa jeder dritte Kandidat bei der Eignungsprüfung ist demnach jünger als 18 Jahre.
Die Geschäftsführerin des Salzburger Fischereiverbands, Daniela Latzer, gibt an, dass ungefähr 30 Prozent der Prüflinge Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr sind. Sie betont, dass die Zahl der Fischerinnen und Fischer zunimmt. Zugleich hält sie fest, die steigende Zahl an Verbandsmitgliedern sei für den Fischbestand im Land kein Problem. Es dürften nur Fischarten geangelt werden, deren Bestände nicht bedroht sind.
Rückgang heimischer Fischarten und Artenhilfsprojekte
Berichtet wird, dass die Fischbestände heimischer Arten zurückgehen. Steigende Wassertemperaturen und fehlende Rückzugsorte machen es vielen Fischarten demnach schwer. Äschen können ihre Laichplätze in vielen Gewässern nicht mehr erreichen, Bachforellen leiden unter den ansteigenden Wassertemperaturen.
Für Koppen und Elritzen gibt es Projekte zur Sicherung der Bestände. Seit 2023 leitet Felix Riefler im Flachgau ein Wiederansiedelungsprojekt für Äschen. Im Rahmen dieses Projekts werden Äschen unter anderem aus der Glan in der Landeshauptstadt entnommen und in Seekirchen (Flachgau) für die Nachzucht verwendet. Der Sportfischereiverein nimmt dazu Fische etwa aus der Glan zur Nachzucht in Seekirchen.
Laut Felix Riefler ruft der Landesfischereiverband zudem dazu auf, Sichtungen von Fressfeinden wie Ottern oder Reihern zu melden.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








