Brenner-Basistunnel: Erste Weichen für den Nahverkehr gestellt
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Erste Abstimmungen zum Nahverkehr durch den Brenner-Basistunnel

Der Brenner-Basistunnel (BBT) soll künftig neben dem Personenfernverkehr und dem Güterverkehr auch Nahverkehrsverbindungen aufnehmen. Vertreter aus Tirol und Südtirol haben dazu erste Schritte zur Abstimmung des künftigen Angebots gesetzt.

Am Dienstag trafen sich in Bozen die Verkehrslandesräte von Tirol und Südtirol zu Beratungen über den künftigen Nahverkehr durch den Brenner-Basistunnel. Dabei wurden erste Abstimmungen zu Verbindungen, Fahrplänen und betrieblichen Fragen vorgenommen.

Planungen für Nahverkehr und Gütertransport

Tirols Verkehrslandesrat Rene Zumtobel (SPÖ) betonte, man müsse sich nun damit befassen, welche Nahverkehrsverbindungen durch den Brenner-Basistunnel angeboten werden sollen. Der Tunnel solle für Menschen in der Region neue und kürzere Wege ermöglichen.

Zumtobel verwies zudem darauf, dass der Brenner-Basistunnel die Möglichkeit schaffe, Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Durch verkürzte Reisezeiten könnten nach seiner Einschätzung auch mehr Urlaubende für die Nutzung des Zuges gewonnen werden.

Laut Zumtobel sollen Verkehrsplanerinnen und Verkehrsplaner sinnvolle Verbindungen, mögliche Fahrpläne und notwendige Rahmenbedingungen für den Nahverkehr durch den Tunnel prüfen. Neben regulären Nahverkehrszügen bis zum Brenner sollen stündlich umstiegsfreie grenzüberschreitende Fahrten über den Brenner ermöglicht werden.

Sprachfragen und europäische Standards

Noch zu klären ist, in welcher Sprache sich Eisenbahn-Angestellte im künftigen Betrieb durch den Brenner-Basistunnel verständigen sollen. Hintergrund sind EU-Vorgaben zur betrieblichen Kommunikation in der jeweiligen Landessprache, aufgrund derer weiterhin ein Halt am Brenner mit Wechsel des Zugpersonals vorgesehen ist.

Südtirols Verkehrslandesrat Daniel Alfreider erklärte, in Grenzregionen wie ihrer gelte, dass die Schiene mehr Europa brauche. Als Beispiel nannte er den Bedarf nach Harmonisierung von Standards im Eisenbahnbereich.

Derzeit sind die verkehrenden ÖBB-Regionalzüge laut Bildunterzeile sprachlich noch nicht „Euregio-fit“. Auf einem Schild in diesen Zügen steht demnach „Türraum freihalten“ auf Deutsch, während es auf Italienisch „Lasciare libero il passaggio“ heißen sollte.

Neue Züge für grenzüberschreitenden Verkehr

Ab 2027 sollen 21 Coradia-Stream-Züge zum Einsatz kommen. Diese Züge sollen auch im Regionalverkehr ein Umsteigen am Brenner überflüssig machen und so den grenzüberschreitenden Verkehr vereinfachen.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.