Bürgerinitiative im Liesing-Tal stellt sich gegen geplante Windkraftzone „Steineck-Kammern“
Im steirischen Liesing-Tal ist eine Windkraft-Eignungszone mit der Bezeichnung „Steineck-Kammern“ geplant. In diesem Gebiet sollen nach den vorliegenden Plänen 15 Windräder errichtet werden.
Gegen das Projekt hat sich eine Bürgerinitiative formiert, die den Bau der Anlagen verhindern will. Die Initiative gibt an, bereits 900 Unterschriften gegen die Errichtung der Eignungszone gesammelt zu haben.
Kritik an Nähe zu Siedlungen und möglichen Auswirkungen
Sprecher der Bürgerinitiative ist Jürgen Blematl. Nach seinen Angaben liegt die geplante Zone auf dem südlichen Bergrücken des Liesing-Tals und ungewöhnlich nah an mehreren Ortskernen wie Kammern und Traboch. Teilweise seien Gebiete weniger als zwei Kilometer von der Eignungszone entfernt, was von der Initiative kritisch gesehen wird.
Als zentrale Kritikpunkte nennt die Bürgerinitiative die Nähe zu den Ortskernen, mögliche Schallemissionen und den zu erwartenden Schattenwurf der geplanten Anlagen. Bereits ohne die neuen Windräder bestünden demnach erhebliche Schallbeeinträchtigungen. Blematl verweist zudem darauf, dass die südliche Ausrichtung der Zone im Winter zu erheblichem Schattenwurf durch die Rotorblätter führen könnte.
Flugrouten und kommunale Planung im Fokus
In der Nähe der geplanten Eignungszone liegen die Flugeinrichtungen Christophorus 17 und der Flugplatz Timmersdorf. Für den Fall der Umsetzung der Zone müssten deren Flugrouten angepasst werden. Mit diesen Anpassungen wäre nach vorliegenden Angaben erhöhter Fluglärm im Liesing-Tal verbunden.
Die Bürgerinitiative befürchtet außerdem, dass durch den Eignungszonenplan die Planungs- und Steuermöglichkeiten der betroffenen Kommunen eingeschränkt werden könnten. Am Dienstag wurden die Bürgermeister der Gemeinden bei einem Informationsabend über die Pläne zur Zone „Steineck-Kammern“ informiert.
Weiteres Vorgehen der Bürgerinitiative
Die Begutachtungsphase zum vorliegenden Plan soll am 8. Juni enden. Bis dahin will die Bürgerinitiative ihren Widerstand intensivieren, weiter mobilisieren und direkte Gespräche mit Verantwortlichen sowie möglichen Betreibern führen.
Ziel der Initiative ist es, die geplante Zone „Steineck-Kammern“ aus dem aktuellen Plan zu entfernen.








