Caritas Steiermark trotzt Teuerung und Kürzungen: Wirkungsbericht und Bilanz 2025 legen bewegtes Jahr offen
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Caritas Steiermark legt Wirkungsbericht 2025 und Bilanz vor

Die Caritas Steiermark hat am Freitag Bilanz über das Jahr 2025 gezogen und ihren Wirkungsbericht online veröffentlicht. Die Hilfsorganisation verweist auf Teuerung und Förderkürzungen, sieht sich aber weiterhin durch Spenden und Ehrenamtliche breit unterstützt.

Direktorin Nora Tödtling-Musenbichler betonte, man bleibe bei den Menschen in Not, auch wenn es enger werde. Laut Caritas kann sich die Organisation auf mehr als 2.000 Ehrenamtliche sowie auf Spenden in Millionenhöhe verlassen.

Rückgang beim Gesamtvolumen, ausgeglichene Bilanz

Vizedirektorin Petra Prattes, bei der Caritas Steiermark für Finanzen zuständig, bezifferte das Gesamtvolumen der Hilfsorganisation im Jahr 2025 auf 137,2 Millionen Euro. Im Jahr 2024 hatte es 142,7 Millionen Euro betragen. Nach ihren Angaben ist es der Caritas 2025 gelungen, ausgeglichen zu bilanzieren und sicherzustellen, dass die Caritas „real spürbar“ werde.

Laut Bericht wirkten im Jahr 2025 insgesamt 2.524 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 2.267 Ehrenamtliche bei der Caritas Steiermark mit. Tödtling-Musenbichler erklärte, im Zusammenspiel von Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und Ehrenamtlichen sei man stärker zusammengerückt, um für Menschen in Not da zu sein.

Teuerung, Förderkürzungen und Anpassungen im Angebot

Die Caritas berichtet von Teuerung und Förderkürzungen. Die Organisation hat Stellen reduziert und Angebote eingeschränkt. Diese Maßnahmen werden mit anhaltenden Teuerungen, ausbleibenden Valorisierungen öffentlicher Beiträge und Förderkürzungen begründet.

Tödtling-Musenbichler bezeichnete den Tag der Bekanntgabe von Kürzungen bei Landesförderungen als „Schockmoment“. Zugleich sprach sie von einem Solidarisierungsschub. Sie sagte, sie verstehe, dass gespart werden müsse, betonte aber, das Sparen dürfe nicht zu Lasten von Menschen gehen, die es ohnehin schon schwer haben.

Hilfsangebote und internationale Projekte

Vizedirektor Thomas Ferk, zuständig für Nothilfe im In- und Ausland, verwies auf vielfältige Bedürfnisse, Notlagen und Krisen sowie entsprechende Antworten der Caritas. Die Organisation leistet internationale Nothilfe und führt Projekte für Kinder und Jugendliche in Bulgarien mit Fokus auf Bildung durch. Laut Ferk wirken diese Projekte gegen Armut und Ausgrenzung. Die internationale Hilfe sei zu großen Teilen den Spenderinnen und Spendern in der Steiermark zu verdanken.

Hilfsangebote für Menschen in Not in der Region werden entscheidend über Spenden finanziert, aber auch im Zusammenspiel mit staatlichen Programmen. Genannt werden der Wohnschirm Energie und die Energiesparberatung.

Innovative Ansätze und Prävention

Die Caritas Steiermark verweist auf eine sozialpädagogische Ausbildung an der BASOP, die als innovativer Ansatz bezeichnet wird. Mit dieser Ausbildung möchte die Organisation den Blick nach vorne richten. Zudem wird Kindergartensozialarbeit als präventiv gegen Armut wirkend beschrieben. Laut Caritas ermöglicht sie Perspektiven.

Haltung gegenüber Bedürftigen

Nora Tödtling-Musenbichler positionierte sich gegen Tendenzen, Bedürftige auszugrenzen, sowie gegen sprachliche Stigmatisierung und Abwertung. Es gehe darum, Menschen ihre eigene Würde spüren zu lassen. Die Erfahrung der Caritas sei, dass oft eine Wendung zum Guten gelinge, wenn Menschen mit dem begleitet werden, was sie brauchen. Die Caritas setze sich dafür ein, dass möglichst viele Menschen an einem guten Leben teilhaben.