100 Jahre Tiroler Zugspitzbahn: Wie die erste Seilbahn Tirols Geschichte schrieb
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100 Jahre Tiroler Zugspitzbahn: Jubiläum der ersten Seilbahn Tirols

Am 5. Juli 1926 wurde in Ehrwald die erste Seilbahn Tirols eröffnet – die Zugspitzbahn auf den höchsten Gipfel Deutschlands. In diesem Jahr feiert die Anlage ihr hundertjähriges Bestehen.

Hauptakteur bei der Realisierung des Projekts war Hermann Stern, ein Anwalt aus Reutte. Der Bau begann 1924, nach zweijähriger Bauzeit ging die Bahn in Betrieb. Die Konstruktion des Antriebs stammte von der Leipziger Firma Bleichert, die ihn ausschließlich in der Talstation unterbrachte. Zunächst führte die Bahn nicht ganz auf den Gipfel.

Frühe Erfolge und wechselvolle Geschichte

Im ersten vollen Betriebsjahr 1927 beförderte die Zugspitzbahn knapp 130.000 Besucher. Eine Zahnradbahn von Garmisch auf das Zugspitzblatt wurde erst 1930 eröffnet. In der Folge geriet die Tiroler Zugspitzbahn in wirtschaftliche Schwierigkeiten und wurde an bayerische Betreiber verkauft. Nach dem Zweiten Weltkrieg kaufte das Land Tirol die Bahn zurück.

In den folgenden Jahrzehnten wurde die Infrastruktur schrittweise ausgebaut. Eine Mittelstation für Skifahrer am Gamskar kam hinzu. 1962 brannte das Kammhotel. 1964 wurde eine neue Seilbahn von der Bergstation bis zum Gipfel eröffnet. 1988 erfolgte die Privatisierung der Bahn samt den Ehrwalder Almbahnen – den Zuschlag erhielt die Zillertaler Gletscherbahnen GmbH. Franz Dengg wurde daraufhin als Geschäftsführer ins Außerfern entsandt. Drei Jahre nach der Übernahme wurde eine neue Bahn eingeweiht, die direkt vom Tal auf den Gipfel führt.

Brand und Wiederaufbau

2003 verursachte ein defekter Elektroofen einen Großbrand in der Talstation. Sechs Monate nach dem Brand nahm die Bahn den Betrieb wieder auf.

Heutiger Betrieb

Die Tiroler Zugspitzbahn befördert jährlich weit über hunderttausend Touristen auf die Zugspitze. Am Fuße der Bahn ist ein Familienresort mit einem Viersterne-Hotel und einem Campingplatz entstanden. Auf der Bergstation befinden sich ein Panoramarestaurant sowie ein seit 2026 neu konzipiertes Museum. Die Familie Dengg betreibt zudem ein eigenes Busunternehmen für den Gästetransport in der Zugspitzarena.