In einem Hotel in Bad Waltersdorf im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld sind am Mittwoch, den 9. September 2026, rund 140 Menschen evakuiert worden. Grund war ein vermuteter Gasaustritt im Technikraum des Hauses. Verletzt wurde niemand.
Rauchmelder löst Einsatz im Keller aus
Gegen 7:45 Uhr löste ein Rauchmelder im Technikraum des Hotels Alarm aus. Haustechniker stellten daraufhin im Kellergeschoss eine starke Rauchentwicklung fest. In der Folge wurde die Feuerwehr Bad Waltersdorf alarmiert, die mit rund 50 Einsatzkräften anrückte.
Die Feuerwehrleute betraten den betroffenen Technikraum mit schwerem Atemschutz. Die Kellerräume wurden mithilfe mobiler Druckbelüfter von austretenden Betriebsstoffen befreit und anschließend mit Gaswarngeräten überprüft. Nach etwa zwei Stunden Einsatzdauer konnten die Räume wieder freigegeben werden. Eine Fachfirma war vor Ort, um die aufgetretenen Schäden zu beheben.
Nach Angaben der Polizei dürfte gasförmiges Kältemittel einer Kühlanlage aus einem Rohr ausgetreten sein. Das Kältemittel sei in geringen Mengen weder gesundheitsschädlich, noch bestehe dadurch eine Brand- oder Explosionsgefahr. Die Polizei erklärte, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Personen bestanden habe. Die Evakuierung der rund 140 Hotelgäste und Mitarbeiter erfolgte demnach vorsorglich, da ein Gasaustritt zu Beginn des Einsatzes nicht gänzlich ausgeschlossen werden konnte.
Vorgehen bei vermuteten Gasaustritten
Bei Meldungen über einen möglichen Gasaustritt gehen Einsatzkräfte grundsätzlich nach dem Vorsichtsprinzip vor. Solange die genaue Ursache einer Rauch- oder Geruchsentwicklung nicht feststeht, wird ein betroffener Bereich zunächst geräumt, um Personen keiner unnötigen Gefahr auszusetzen. Erst nach Messungen mit Gaswarngeräten und einer Kontrolle der technischen Anlagen lässt sich beurteilen, ob tatsächlich eine Gefährdung vorliegt.
Kältemittel kommen in gewerblich genutzten Kühl- und Klimaanlagen, wie sie etwa in Hotelbetrieben für Kühlräume oder Klimatisierung eingesetzt werden, regelmäßig zum Einsatz. Kommt es durch ein defektes Rohr oder eine undichte Leitung zu einem Austritt, kann dies zunächst optisch einer Rauchentwicklung ähneln oder von Rauchmeldern erfasst werden, obwohl kein Brand vorliegt. Die tatsächliche Gefährlichkeit hängt maßgeblich von Art und Menge des jeweiligen Kältemittels ab. Feuerwehren setzen in solchen Fällen üblicherweise schweren Atemschutz ein, um sich selbst vor unbekannten oder noch nicht identifizierten Gasen zu schützen, während mobile Druckbelüfter helfen, betroffene Räume rasch von Dämpfen zu befreien und so eine sichere Kontrolle der Örtlichkeit zu ermöglichen.





