18-Kilo-Tumor in Graz entfernt – Patientin konnte nach zwei Tagen nach Hause

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Am Universitätsklinikum Graz ist einer über 50-jährigen Patientin ein Eierstocktumor entfernt worden, der 18 Kilogramm wog und 40 Zentimeter groß war. Die Operation dauerte drei Stunden und wurde von einem elfköpfigen Team durchgeführt. Der Tumor wurde über einen Bauchschnitt entfernt und stellte sich als gutartig heraus.

Ablauf der Operation in Graz

Ein erstes Computertomogramm der Patientin war im LKH Oststeiermark, Standort Hartberg, angefertigt worden. Zwischen dieser Untersuchung und der Operation am Universitätsklinikum Graz vergingen zwei Wochen. Während des Eingriffs wurde das entnommene Gewebe im Diagnostik- und Forschungsinstitut für Pathologie untersucht. Dabei zeigte sich, dass es sich um ein Zystadenofibrom handelte, eine gutartige Geschwulstform.

Die Patientin konnte bereits zwei Tage nach der Operation das Krankenhaus verlassen. Eine zusätzliche Therapie war nach Angaben des Klinikums nicht erforderlich. Die weitere Nachsorge übernimmt der Standort Hartberg des LKH Oststeiermark.

Arzt Armin Bader, der an dem Fall beteiligt war, betonte, dass die Größe eines Tumors keine Aussage über dessen Bösartigkeit erlaubt. Karl Tamussino, Leiter der Klinischen Abteilung für Gynäkologie am Universitätsklinikum Graz, ordnete den Fall in diesem Zusammenhang ein.

Eierstocktumoren und ihre Einordnung

Eierstocktumoren können grundsätzlich sehr unterschiedliche Ausprägungen annehmen. Sie reichen von kleinen, zufällig entdeckten Befunden bis zu Geschwulsten, die über einen längeren Zeitraum unbemerkt wachsen können, da sie im Bauchraum zunächst ausreichend Platz finden. Erst wenn sie eine bestimmte Größe erreichen oder Beschwerden verursachen, fallen sie häufig auf.

Ob ein solcher Tumor gut- oder bösartig ist, lässt sich allein anhand seiner Größe nicht bestimmen. Entscheidend ist in der Regel die feingewebliche Untersuchung des entnommenen Gewebes, wie sie üblicherweise in pathologischen Instituten erfolgt. Diese Untersuchung kann bereits während einer Operation vorgenommen werden, um chirurgische Entscheidungen im laufenden Eingriff anzupassen.

Zystadenofibrome zählen zu den gutartigen Tumorformen der Eierstöcke. Sie bestehen aus einer Mischung von bindegewebigen und flüssigkeitsgefüllten Anteilen und können teils erhebliche Ausmaße annehmen, ohne dabei bösartig zu sein. Die operative Entfernung ist bei solchen Befunden ein gängiges Vorgehen, insbesondere wenn der Tumor eine beträchtliche Größe erreicht hat.

Größere gynäkologische Operationen dieser Art werden üblicherweise in interdisziplinären Teams durchgeführt, an denen neben Gynäkologinnen und Gynäkologen auch weiteres medizinisches Fachpersonal beteiligt ist. Die Nachsorge nach einem solchen Eingriff erfolgt häufig wohnortnah, während die eigentliche Operation an einem spezialisierten Zentrum wie einem Universitätsklinikum stattfindet.